45 Millionen Euro für die Sanierung des Bottroper Klärwerks – während des laufenden Betriebs
Nikolaus Schleich45 Millionen Euro für die Sanierung des Bottroper Klärwerks – während des laufenden Betriebs
Die Emschergenossenschaft hat mit der umfassenden Sanierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen. Das Projekt kostet rund 45 Millionen Euro und soll die Wasserinfrastruktur des Standorts langfristig sichern. Die Arbeiten finden statt, während der Betrieb der Anlage durchgehend aufrechterhalten wird.
Die Renovierung ist in neun Bauabschnitte unterteilt. In den ersten drei Phasen werden die Hauptzulaufkanäle modernisiert, wobei ein temporäres Pumpsystem zum Einsatz kommt. Ab der vierten Phase entfällt die Notwendigkeit dieser provisorischen Pumpen.
Die Einlauföffnungen der Nachklärbecken werden erweitert, und neue Leitbleche werden eingebaut. Zudem ersetzen zwei neue Schlammräumer, von denen jeder zwei Becken bedient, die alten Aggregate. Um die Vorschriften einzuhalten, dürfen maximal vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden.
Weitere Verbesserungen umfassen ein neues Kanalklärsystem für eine gleichmäßige Luftverteilung. Zudem werden die Abwasserkanäle für das gereinigte Wasser abgedeckt, um Algenwachstum zu verhindern.
Das Klärwerk in Bottrop ist die erste großtechnische Abwasserbehandlungsanlage Deutschlands, die vollständig energieautark arbeitet. Es ist für eine Kapazität von etwa 1,34 Millionen Einwohnerwerten ausgelegt. Die Modernisierungsmaßnahmen sollen sicherstellen, dass die Anlage weiterhin alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und gleichzeitig ihre Effizienz steigert.






