05 April 2026, 06:32

50 Jahre Suchthilfe: Wie die Diakonie Mönchengladbach Leben verändert

Balkendiagramm, das die Rückfallraten von Drogensucht mit anderen chronischen Krankheiten vergleicht und farblich codierte Schweregrade aufweist.

50 Jahre Suchthilfe: Wie die Diakonie Mönchengladbach Leben verändert

Die Diakonie Mönchengladbach unterstützt suchtgefährdete Menschen seit fast 50 Jahren

Seit nahezu einem halben Jahrhundert begleitet die Diakonie Mönchengladbach Menschen mit Suchtproblemen. Von der Mittelstraße 12 in Rheydt aus bietet das Zentrum Beratung bei Abhängigkeiten im Zusammenhang mit Alkohol, Medikamenten und der Nutzung digitaler Medien an. Allein im Jahr 2024 suchten 918 Personen Rat in der Einrichtung.

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Seit 1975 steht die Organisation Betroffenen mit professioneller Hilfe zur Seite. In ihrer offenen Informations- und Motivationsgruppe finden Ratsuchende einen geschützten Rahmen, um ins Gespräch zu kommen und erste Schritte in Richtung Veränderung zu wagen. Die Beraterinnen und Berater unterstützen sie dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren, Risiken einzuschätzen und Wege zurück in ein stabiles Leben zu finden.

Über die individuelle Begleitung hinaus hilft das Team bei der Vermittlung in Therapien und weitere Hilfsangebote. Dadurch lassen sich Krisen und Folgeerkrankungen vermeiden. Die Arbeit leistet zudem einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft – etwa durch Kriminalprävention, die Sicherung von Bildungschancen und die Förderung sozialer Teilhabe.

Doch trotz dieser Erfolge steht die Suchthilfe in Deutschland vor finanziellen Herausforderungen. 2024 gaben drei Viertel der öffentlich geförderten Beratungsstellen an, dass ihre Mittel nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Daten aus Baden-Württemberg zeigen, dass dort bereits 2021 über 50.000 Menschen Unterstützung suchten – ein deutlicher Beleg für den hohen Bedarf.

Die Diakonie Mönchengladbach appelliert an Politik, Gesellschaft und Medien, die Suchthilfe als unverzichtbaren Bestandteil von Gesundheits- und Sozialpolitik anzuerkennen. Sie betont, wie dringend verlässliche und langfristige Finanzierung nötig ist, um diese lebenswichtigen Angebote aufrechtzuerhalten. Ohne stabile Förderung bleibt die Zukunft vieler Einrichtungen – und der Menschen, die auf sie angewiesen sind – ungewiss.

Quelle