Algenfasern als nachhaltige Revolution für die Textilindustrie entwickelt
Sven BinnerAlgenfasern als nachhaltige Revolution für die Textilindustrie entwickelt
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, wird die Kritik an synthetischen Materialien immer lauter. Ein neues Projekt an einer deutschen Universität will diese Herausforderungen mit einer innovativen Lösung angehen.
Das Algacore-Projekt unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt eine neuartige Faser auf Basis von Süßwasseralgen. Ziel ist es, eine echte Alternative zu bestehenden Fasern zu schaffen und die Textilproduktion nachhaltiger zu gestalten. Die Initiative erhält rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm, das vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen fördert.
Hinter dem Vorhaben steht ein starkes akademisches Netzwerk: Unterstützt wird es von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX-Startup-Team. In den kommenden 18 Monaten will das Team seine Forschung ausbauen und die Grundlagen für ein Start-up legen. Im Fokus steht die Nutzung spezifischer Grünalgen als Rohstoff – eine umweltfreundliche Alternative zu Baumwolle, deren Anbau enorme Mengen an Wasser, Fläche und Pestiziden verbraucht, oder zu synthetischen Fasern, die aus endlichen Ressourcen gewonnen werden und Mikroplastik freisetzen können.
Das Algacore-Projekt könnte eine Lösung für die langjährigen Umweltprobleme der Textilindustrie bieten. Mit beträchtlicher Förderung und fachkundiger Unterstützung arbeitet das Team nun daran, seine algenbasierte Faser zu einer tragfähigen und nachhaltigen Alternative für die Branche zu entwickeln.






