05 June 2026, 12:02

Antisemitische Vorfälle nach Fußballspiel in Köln: Sechs Beschuldigte vor Gericht

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle nach Fußballspiel in Köln: Sechs Beschuldigte vor Gericht

Ein Fußballspiel in Köln hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die Partie zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete mit einem 7:2-Sieg für Makkabi, doch die anschließenden Vorfälle lösten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren aus. Sechs Personen müssen sich nun wegen Beleidigung und Körperverletzung verantworten.

Der Vorfall ereignete sich am 14. September, als TuS Makkabi Köln gegen TFG 78 Nippes II gewann. Während und nach dem Spiel berichteten mehrere Makkabi-Spieler von antisemitischen Beschimpfungen. Zwei von ihnen wurden von einem Gegenspieler angespuckt, andere nach dem Schlusspfiff körperlich angegriffen.

Der Fußballverband Mittelrhein hat inzwischen ein Verfahren eingeleitet und für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht an der Sportschule in Hennef angesetzt. Zudem wurde bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet. Die Ermittler arbeiten noch daran, den genauen Hergang der Ereignisse zu rekonstruieren.

TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, kündigte später aber an, die Vorfälle mit den Beteiligten aufzuarbeiten. Im Fokus stehen sechs Beschuldigte, deren Identität jedoch noch nicht bestätigt wurde.

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Die Anhörung am 10. Oktober wird Beweise und Aussagen beider Seiten prüfen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den Verantwortlichen rechtliche und sportliche Konsequenzen. Sowohl der Fußballverband als auch die Staatsanwaltschaft ermitteln weiter in dem Fall.

Quelle