14 March 2026, 07:03

Apotheken in Not: Warum immer mehr Filialen vor dem Aus stehen

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheken in Not: Warum immer mehr Filialen vor dem Aus stehen

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf (CDU), um über die wachsenden Belastungen für lokale Apotheken zu sprechen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Engpässe, Personalmangel und die drohende Schließungswelle, die sowohl Städte als auch ländliche Regionen in ganz Deutschland betrifft.

Lohmann warnte während des Treffens vor der zunehmenden Zahl von Apotheken-Schließungen und betonte, dass dadurch Patienten – ob in ländlichen Gebieten oder Ballungsräumen – immer schlechteren Zugang zu lebenswichtigen Leistungen hätten. Fairere Vergütungen seien nicht nur entscheidend, um den Fortbestand der Apotheken zu sichern, sondern auch, um die Löhne der Mitarbeiter zu verbessern.

Ein zentrales Thema war die angespannte finanzielle Lage der Apotheken. Lohmann erklärte, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente nach wie vor das Rückgrat des Geschäftsmodells und damit die Grundlage für Stabilität bilde. Gleichzeitig kritisierte er das Ungleichgewicht zwischen Versandapotheken, die mit Rabatten locken, und den festen Abgabegebühren, an die sich vor Ort ansässige Apotheken halten müssen.

Schrumpf nahm die Sorgen aufmerksam zur Kenntnis und sagte zu, sie auf Bundesebene vorzutragen. Er räumte ein, dass die seit Langem unveränderten Gebühren ein bekanntes Problem seien, und zeigte Verständnis für die für den 23. März geplanten Proteste. Zudem ging es in der Diskussion um die notfallmedizinische Versorgung sowie die übergeordneten wirtschaftlichen Herausforderungen des Sektors.

Am Ende des Gesprächs bekräftigte Schrumpf sein Vorhaben, sich auf Bundesebene für Veränderungen einzusetzen. Doch während die politischen Bemühungen laufen, bleibt der Druck auf die Apotheken bestehen – mit ungelösten Problemen wie Schließungen und Personalengpässen. Die für diesen Monat angekündigten Proteste dürften die öffentliche Aufmerksamkeit auf die anhaltende Krise weiter lenken.

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