13 March 2026, 22:40

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenpfahl, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus

Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht ein großer Solarpark

Nach der Genehmigung durch den Kreis Borken wird auf einer ehemaligen Mülldeponie in Ahaus-Alstätte ein großes Solarkraftwerk gebaut. Das Projekt soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln und gleichzeitig die Kosten für die Anwohner senken. Um staatliche Fördermittel zu erhalten, muss der Bau jedoch bis Mitte 2025 abgeschlossen sein.

Das Gelände gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus. Es wurde ausgewählt, weil der instabile Untergrund – der sich nach Jahren als Deponie noch setzt – eine herkömmliche Bebauung ausschließt. Stattdessen bietet es eine stabile Grundlage für Solarmodule. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) zeichnet für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt verantwortlich.

Der Solarpark könnte zudem die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie verringern. Gelingt das Vorhaben, könnten sich auch die Müllgebühren für die Haushalte in der Region reduzieren. Darüber hinaus wird geprüft, ob die Deponie als Standort für großtechnische Energiespeicher genutzt werden kann – etwa, um überschüssigen Windstrom in der Region auszugleichen.

Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für solche Projekte unterscheiden sich in Deutschland jedoch je nach Bundesland. Neue bundesweite Vorschriften wie die BQS 10-1 zur Deponiegasbewirtschaftung oder §13 des Klimaschutzgesetzes (KSG) für Klimabilanzen verschärfen ab März 2026 die Anforderungen. Gleichzeitig bieten die bundesweiten Ausbaziele für Erneuerbare (80 Prozent bis 2030) sowie aktuelle Gerichtsurteile zu Solarverträgen Entwicklern mehr Planungssicherheit.

Damit der Solarpark in Ahaus-Alstätte die Förderfristen einhält, muss er bis Mitte 2025 in Betrieb gehen. Bei rechtzeitiger Fertigstellung wird er nicht nur zur lokalen Energiewende beitragen, sondern auch die finanzielle Belastung der Abfallentsorgung verringern. Zudem setzt das Projekt ein Zeichen für die Nachnutzung stillgelegter Deponien in ganz Deutschland.

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