23 March 2026, 08:30

Baden-Baden ehrt Nijinski und Pawlowa mit spektakulärem Tanzfestival 2026

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe" mit einer gemalten Tänzerin in einer anmutigen Pose.

Baden-Baden ehrt Nijinski und Pawlowa mit spektakulärem Tanzfestival 2026

Baden-Baden feiert 2026 sein reiches Tanz-Erbe mit einem großen Festival

Die Kurstadt wird mit einem bedeutenden Festival an ihre glanzvolle Tanzgeschichte erinnern – und dabei Legenden wie Wasslaw Nijinski und Anna Pawlowa ehren, die vor über einem Jahrhundert ihre Spuren in der Stadt hinterließen. Die Veranstalter haben nun den Vorverkauf für das Programm eröffnet, das Aufführungen und eine Ausstellung umfasst, die vom renommierten Choreografen John Neumeier kuratiert wird.

Im August 1913 hielt sich Nijinski im Brenners Parkhotel auf, um gemeinsam mit Sergei Djagilew an einem neuen Ballett inspiriert von Bach zu arbeiten. Das Duo wollte moderne Bewegung mit barocker Pracht verbinden und ein kühnes Gesamtkunstwerk schaffen. Obwohl Nijinski erste Entwürfe für Till Eulenspiegel und andere Werke skizzierte, wurden sie während seines Aufenthalts in Baden-Baden nicht vollendet.

Ebenfalls in jenem Monat sorgte Anna Pawlowa für Aufsehen, als sie nach einem Streit mit ihrem Tanzpartner drohte, ihren Auftritt abzusagen. Trotz des Theaters betrat sie am 26. August die Bühne und begeisterte das Publikum mit ihrem ikonischen Sterbender Schwan.

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Über ein Jahrhundert später holt John Neumeier diese Legenden zurück ins Rampenlicht. Vom 2. bis 12. Oktober 2026 präsentiert sein Festival Die Welt des John Neumeier Ballette wie Illusionen – wie Schwanensee, Der Nussknacker und Nijinski, das auch Pawlowas berühmtes Solo einbindet. Eine begleitende Ausstellung im Stadtmuseum Baden-Baden (Eröffnung am 3. Oktober) zeigt Neumeiers private Sammlung und würdigt den anhaltenden Einfluss von Nijinski und Pawlowa.

Der Kartenvorverkauf für die Aufführungen und die Museumsausstellung hat bereits begonnen. Neumeiers Programm verbindet Baden-Badens historische Tanztradition mit zeitgenössischem Ballett und belebt so die Rolle der Stadt als Schauplatz bahnbrechender Tanzkunst neu. Das elf Tage dauernde Festival vereint historische Hommagen mit modernen Interpretationen klassischer Werke.

Quelle