Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Nikolaus SchleichBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich der Verein für Monheim am Rhein als Standort für den geplanten Campus. Doch das Projekt stößt nun auf massiven Widerstand bei lokalen Politikern.
Der geplante Campus in Monheim am Rhein soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Dennoch hat sich der Konflikt seit den Kommunalwahlen 2025 verschärft: Eine neue Ratsmehrheit blockiert das Vorhaben aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen. Der Verein hat bereits mehrere Kompromissvorschläge unterbreitet – doch alle wurden abgelehnt.
Bayer 04 Leverkusen hat seine Pläne bereits mehrfach zurückgestuft, um Bedenken Rechnung zu tragen. Sportdirektor Simon Rolfes warnte vor schweren Folgen, falls das Projekt scheitert: Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins stehe auf dem Spiel. Gleichzeitig sind die aktuellen Trainingsanlagen in Leverkusen durch den geplanten Ausbau einer Autobahn bedroht.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge. Die Suche nach einem geeigneten Standort zieht sich bereits seit einem Jahrzehnt hin – ein alternativer Standort steht bisher nicht in Aussicht.
Der Campus in Monheim bleibt für die langfristige Planung des Vereins von zentraler Bedeutung. Ohne ihn droht Bayer 04 Leverkusen den Anschluss in der Nachwuchsförderung zu verlieren. Die anhaltende Blockadehaltung des Stadtrats lässt die Zukunft des Projekts ungewiss erscheinen.
