Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Pumuckl und Knödelwerfer
Nikolaus SchleichWenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Verkehrsschilder-Motive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Pumuckl und Knödelwerfer
Mehrere bayerische Städte ersetzen Ampelfiguren durch regionale Kultursymbole
In mehreren bayerischen Städten wurden die klassischen Fußgängerampeln durch lokale Kulturmotive ausgetauscht. Die Initiative soll die regionale Identität stärken – ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Doch nicht alle Vorschläge erhalten grünes Licht von den Behörden.
München zeigt an drei Ampeln nun den beliebten Kobold "Pumuckl". Straubing hat die Figur des "Bruder Straubinger" installiert, einer bekannten lokalen Persönlichkeit, während in Dachau Fußgänger in traditioneller Tracht zu sehen sind. Die Kosten für die Dachauer Schablonen betrugen 300 Euro – zuzüglich des Honorars für die Grafikdesignerin.
Die "Kasperl"-Ampel in Augsburg erforderte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. In Nürnberg wurde Albrecht Dürers "Feldhase" erst im Februar 2026 freigegeben – nach strengen Prüfungen der Verkehrssicherheit. Deggendorf wiederum zeigt eine Frau, die einen Knödel wirft.
Doch nicht alle Ideen setzen sich durch: Der Plan der Stadt Hof, den berühmten Würstl-Verkäufer "Wärschtlamo" abzubilden, scheiterte zunächst an Bedenken der Verkehrssicherheit. Das bayerische Innenministerium lehnt solche individuellen Gestaltungen grundsätzlich ab und pocht darauf, dass die Standardfiguren für alle Verkehrsteilnehmer sofort erkennbar bleiben müssen.
Der Trend zu thematischen Ampeln hält in Bayern weiter an – doch die Genehmigung hängt von der Einhaltung der Sicherheitsvorgaben ab. Während Städte wie Nürnberg und Augsburg grünes Licht erhielten, stoßen andere auf Hürden. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen lokaler Identität und Verkehrsvorschriften.






