30 March 2026, 16:42

Bergisch Gladbach garantiert OGS-Plätze ab 2026 – doch viele Familien bleiben leer aus

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Die Sonderanmeldephase für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Bergisch Gladbach garantiert OGS-Plätze ab 2026 – doch viele Familien bleiben leer aus

Ab 2026 haben alle Erstklässler in Bergisch Gladbach einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Doch die Nachfrage wird voraussichtlich das Angebot übersteigen, sodass viele Familien ohne garantierte Betreuung bleiben könnten. Die Stadt hat zwar Pläne zur Kapazitätserweiterung angekündigt, doch die Versorgung aller Kinder bleibt eine Herausforderung.

Für das Schuljahr 2026/27 bestätigt die Stadt, dass flächendeckend genug OGS-Plätze für alle anspruchsberechtigten Erstklässler zur Verfügung stehen werden. Dennoch wird es an drei Schulen Engpässe geben: an der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst. Um dem entgegenzuwirken, sollen 300 zusätzliche Plätze geschaffen werden, wodurch die Gesamtabdeckung auf 82,8 % der Grundschulkinder (3.610 Kinder) steigt. Den größten Ausbau gibt es an der GGS Hand mit 76 neuen Plätzen.

Aktuell verfügen folgende Schulen noch über freie Kapazitäten: GGS An der Strunde, GGS Bensberg, GGS Refrath, KGS Bensberg, KGS Hand und KGS In der Auen. Die Stadt hat jedoch noch keine genauen Zahlen zur Gesamtkapazität der OGS-Plätze für das kommende Jahr veröffentlicht, da die Planungsgespräche bis Ende November andauern. Familien haben bereits die Anmeldefrist für die Grundschulen verpasst, doch die Kriterien für die Platzvergabe bleiben unklar.

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Das größte Hindernis für die Erweiterung ist der Mangel an räumlichen Kapazitäten. Bauliche Maßnahmen wie Neubauten oder Erweiterungen werden frühestens Ende 2028 für Entlastung sorgen. Im vergangenen Schuljahr lag die geplante Abdeckungsrate bei 81 %, tatsächlich wurden jedoch nur etwa 77 % erreicht. Diese Lücke führte dazu, dass einige Schüler von ihren Wunschschulen abgelehnt wurden – zwei Familien reichten sogar Klagen wegen der Platzvergabe ein.

Da Erstklässler bei der OGS-Platzvergabe Vorrang haben, könnten ältere Schüler, die auf Betreuung angewiesen sind, weniger Chancen erhalten. Die endgültigen Schulzuweisungen inklusive der OGS-Plätze werden den Familien erst Ende März mitgeteilt.

Die Expansionspläne der Stadt zielen zwar darauf ab, mehr Kinder unterzubringen, doch durch Engpässe an bestimmten Schulen und verzögerte bauliche Maßnahmen werden einige Familien weiterhin Schwierigkeiten haben, einen Platz zu sichern. Noch ist unklar, nach welchen Kriterien die Plätze vergeben werden – Eltern bleiben bis zur Benachrichtigung im März in Unsicherheit.

Quelle