Bergisch Gladbach kämpft um Millionenförderung für Strunde-Renaturierung auf Zanders-Gelände
Nikolaus SchleichBergisch Gladbach kämpft um Millionenförderung für Strunde-Renaturierung auf Zanders-Gelände
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung unterstützt, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker werben nun um Rückhalt aus Berlin, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Erst kürzlich stimmte der Stadtrat der Teilnahme am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ zu. Damit kann Bergisch Gladbach offiziell sein Förderinteresse anmelden und einen detaillierten Antrag einreichen. Bei Erfolg würde der Bund rund 5,4 Millionen Euro beisteuern, während die Stadt die verbleibenden Kosten aus ihren Sondervermögen tragen müsste.
Vor Ort formiert sich bereits politische Unterstützung für das Projekt. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich im Parlament für die Förderung einzusetzen. Auch Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigibt.
Der Haushaltsausschuss wird voraussichtlich Ende 2026 über die Auswahl der geförderten Projekte entscheiden. Bei einer Zusage würde die renaturierte Strunde das Zanders-Gelände grundlegend verändern, wie Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betont. Sie ist überzeugt, dass das Projekt dem Gebiet eine neue Identität verleiht und seine Attraktivität steigert.
Die finale Förderentscheidung liegt beim Bundestag. Bei Bewilligung würde das Bundesprogramm den Großteil der Kosten übernehmen, während die Stadt ihren Anteil aus Rücklagen finanziert. Das Ergebnis wird zeigen, ob die geplante Renaturierung der Strunde wie vorgesehen umgesetzt werden kann.






