Bergisch Gladbach plant Radwege und Straßenausbau – doch Personalmangel bremst Projekte aus
Sven BinnerBergisch Gladbach plant Radwege und Straßenausbau – doch Personalmangel bremst Projekte aus
Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach berät über Straßen- und Verkehrsprojekte
Diese Woche kam der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach zusammen, um über mehrere Straßenbau- und Verkehrsvorhaben zu entscheiden. Zu den zentralen Beschlüssen zählten Änderungen an der Radinfrastruktur, Straßenausbauten sowie künftige Instandhaltungspläne. Personalknappheit bremst jedoch weiterhin die Umsetzung einiger Projekte.
Für die Buchholzstraße entschied sich das Gremium für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung beibehält. Ein kleiner Änderungsantrag von SPD und Grünen zur Verbesserung der Radwege in dem Bereich wurde ebenfalls angenommen.
Entlang der Paffrather Straße, zwischen Reuterstraße und Stationsstraße, werden nun beidseitig geschützte Radspuren eingerichtet. Gleichzeitig schlagen SPD und Grüne weitere Anpassungen am Entwurf der Verwaltung für den Lerbacher Weg vor – mit Fokus auf die Radverkehrsinfrastruktur.
In Refrath regte die CDU an, die Straße „Auf der Kaule“ um zwei Meter zu verbreitern, wobei Fläche des angrenzenden Waldes genutzt werden soll, um die Zufahrt für Lkw zu verbessern. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda räumte ein, dass der geplante Radweg am Hasenweg aufgrund eines aktuellen Gerichtsurteils nicht realisiert werden könne.
Einstimmig unterstützte der Ausschuss einen Antrag, der den Rheinisch-Bergischen Kreis und die Stadt Köln auffordert, für ausreichende Ersatzverkehre auf der Buslinie S11 zu sorgen. Für die Leverkuser Straße sind Sanierungsarbeiten für 2027 vorgesehen, wobei RheinNetz im ersten Halbjahr desselben Jahres eine Wassertransportleitung erneuern wird.
Trotz dieser Pläne sieht sich die Stadt durch Personalengpässe mit Verzögerungen konfrontiert: Im Bereich der statischen Verkehrssteuerung ist derzeit nur eine Mitarbeiterin einsatzfähig, eine weitere befindet sich im Urlaub. Das Maßnahmenprogramm 2026–2028 wurde zwar verabschiedet, die CDU bestand jedoch darauf, vorerst nur das Jahr 2026 priorisiert zu behandeln.
Die Beschlüsse des Ausschusses werden die lokale Verkehrsentwicklung in den kommenden Jahren prägen. Straßenausbauten, Radwegeverbesserungen und Garantien für Busverbindungen sind auf den Weg gebracht. Doch die anhaltende Personalknappheit könnte die Umsetzung einiger Vorhaben verlangsamen.






