Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Westlichen Industriegebiet
Nikolaus SchleichBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Westlichen Industriegebiet
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Westlichen Industriegebiet langfristig zu sichern. Der Plan sieht ein Vorkaufsrecht vor, das es der Stadt ermöglicht, bei Bedarf wichtige Grundstücke zu erwerben. Mit diesem Schritt sollen das wirtschaftliche Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region nachhaltig gestärkt werden.
Die geplante Verordnung betrifft ein 18,8 Hektar großes Gebiet zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu gehört auch das 11 Hektar große Gelände von Saint-Gobain Isover, das zentral in Bergisch Gladbach liegt. Die Fläche ist etwa halb so groß wie das Zanders-Areal und hat in den letzten Jahren einen deutlichen Rückgang erlebt: Die Zahl der Beschäftigten sank von 220 auf 75.
Die Stadt sieht das Vorkaufsrecht als Instrument, um künftige Grundstücksverkäufe und die Entwicklung des Gebiets steuern zu können. Durch den frühzeitigen Schritt sichert sie sich die Option, das Isover-Gelände zu übernehmen, falls sich Saint-Gobain zurückzieht. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte, dass die Sicherung von Gewerbeflächen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt entscheidend sei.
Ziel der Verwaltung ist es, wichtige Gewerbegebiete für Unternehmensansiedlungen und Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. Die Verordnung umfasst zudem Zonen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße, was ihren umfassenden Ansatz unterstreicht.
Mit der neuen Regelung würde Bergisch Gladbach ein Vorkaufsrecht bei Grundstücksverkäufen im Westlichen Industriegebiet erhalten. Diese Maßnahme soll verhindern, dass wertvolle Industrieflächen verloren gehen. Gleichzeitig stellt sie sicher, dass die Stadt im Falle eines Abzugs von Saint-Gobain Isover eingreifen und lokale Wirtschaftsinteressen schützen kann.






