Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro – doch wer zahlt den Preis?
Nikolaus SchleichBergisch Gladbach spart 3,8 Millionen Euro – doch wer zahlt den Preis?
Bergisch Gladbach spart durch umfassende Haushaltskürzungen 3,8 Millionen Euro ein
Durch flächendeckende Einsparungen in verschiedenen Bereichen hat Bergisch Gladbach 3,8 Millionen Euro eingespart. Betroffen sind Personalkosten, Betriebskosten sowie bestimmte Dienstleistungen – Entlassungen gibt es jedoch nicht. Allerdings werden im Rahmen der Sparmaßnahmen mehrere Stellen schrittweise abgebaut.
Die Stadt hat die Betriebskosten um 1,3 Millionen Euro und die Personalkosten um 2,5 Millionen Euro reduziert. Insgesamt wurden 100 Kürzungen vorgenommen, die unter anderem die Flüchtlingshilfe, das Marketing, die Jugendkultur und die Feuerwehr betreffen. Allein die Feuerwehr trägt mit über 300.000 Euro die höchste Sparlast.
Weitere spürbare Einschnitte umfassen eine Kürzung der Zuschüsse für Homeoffice um 151.000 Euro sowie eine jährliche Reduzierung der Zuschüsse für ÖPNV-Diensttickets um 53.440 Euro. Die größte Einzelkürzung in diesem Jahr beträgt 371.000 Euro durch die vorübergehende Stilllegung des Standorts Hermann-Löns-Halle. Zudem wurden 30.000 Euro beim Employer-Branding-Kampagnen gestrichen, und durch die Einschränkung von Dolmetscherdiensten in der Kinder- und Jugendhilfe spart die Stadt weitere 13.600 Euro.
Auch im Personalwesen gibt es Änderungen: Beförderungen von Beamten finden nun nur noch zweimal jährlich statt, während Probezeiten unverändert bleiben. Neue Teilzeitrentenregelungen werden nicht mehr angeboten, und nicht genutzte Urlaubstage unterliegen strengeren Übertragungsregeln. Freie Stellen dürfen erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten besetzt werden, wobei sie zunächst intern ausgeschrieben werden müssen. Zeitverträge werden zudem überprüft, während 12 neue und 7 bestehende Stellen schrittweise abgebaut werden.
Die Stadt hat ihr Sparziel von 3,8 Millionen Euro für 2026 und die beiden folgenden Jahre bereits übertroffen. Trotz der Kürzungen verliert kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausgaben zu senken, ohne die wesentlichen Dienstleistungen zu gefährden – wobei einige Bereiche stärker betroffen sind als andere.
