23 May 2026, 10:29

Betrüger erpressen Solaranlagen-Besitzer mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Strafe für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger erpressen Solaranlagen-Besitzer mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Besitzer kleiner Solaranlagen in Deutschland werden von Betrügern mit gefälschten Schreiben unter Druck gesetzt. Die betrügerischen Briefe geben vor, vom Bundesnetzagentur zu stammen, und fordern angebliche Bußgelder für nicht angemeldete Balkon-Solaranlagen – dabei missbrauchen sie die tatsächlichen Meldepflichten für ihre Zwecke.

In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Sie werden aufgefordert, umgehend eine Anmeldung vorzunehmen und einen jährlichen EEG-Bericht einzureichen. Gleichzeitig wird eine „Gebühr“ von 41,60 Euro verlangt – bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe ein „Bußgeld“ von 208 Euro.

Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass diese Schreiben nicht von ihr stammen. Sowohl die Absenderadresse als auch die Kontaktdaten sind gefälscht, zudem verschickt die Behörde keine Bußgeldbescheide auf diesem Weg. Zwar besteht tatsächlich die Pflicht, Balkon-Solaranlagen innerhalb eines Monats nach Installation zu melden – doch die Betrüger nutzen diese Verpflichtung gezielt aus, um Menschen zu täuschen.

Die Behörden raten den Empfängern dringend, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren und stattdessen Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zwar können bei echten, nicht gemeldeten Anlagen Bußgelder fällig werden – die aktuellen Schreiben sind jedoch reine Betrugsversuche.

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Der Schwindel spielt mit der Verunsicherung vieler Verbraucher rund um die Meldepflichten für Solaranlagen. Die Bundesnetzagentur betont, dass sie keine Bußgeldbescheide per Post in dieser Form verschickt. Wer ein solches Schreiben erhält, sollte dessen Echtheit überprüfen und sich umgehend an die Strafverfolgungsbehörden wenden.

Quelle