17 June 2026, 17:21

Blessing fordert mehr Privatwirtschaft im Infrastrukturausbau und warnt vor Pharmastandort-Risiken

Blessing ruft nach mehr privaten Investitionen in die Infrastruktur

Blessing fordert mehr Privatwirtschaft im Infrastrukturausbau und warnt vor Pharmastandort-Risiken

Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands und Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat zu einer stärkeren Einbindung der Privatwirtschaft in den Infrastrukturausbau des Landes aufgerufen. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, Deutschlands führende Position in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung weltweit zu verteidigen.

Blessing räumte ein, dass die Investorenstimmung seit Bekanntgabe des großen Investitionspakets der Koalitionsregierung deutlich nachgelassen habe. Er kritisierte die unzureichende Nutzung öffentlicher Mittel, um privates Kapital anzuziehen, und forderte eine Stärkung der öffentlich-privaten Partnerschaften.

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Der Berater argumentierte, dass eine Rentenreform zusätzliches Kapital für Deutschland freisetzen könnte, um so den Markt für Unternehmenswachstum zu stärken. Zudem schlug Blessing vor, Pharmaunternehmen, die in Deutschland forschen oder produzieren, bevorzugt zu behandeln – im Gegensatz zu solchen, die hier lediglich verkaufen.

Kürzlich beschlossene Reformen im Gesundheitssektor wurden von Blessing scharf kritisiert, nachdem mehrere Pharmakonzerne ihre Investitionen im Land zurückgefahren hatten. Er mahnte Nachbesserungen an, um weitere Rückschläge zu vermeiden.

Die Äußerungen des Beraters unterstreichen die Herausforderungen, die Investorenvertrauen und die Beteiligung der Privatwirtschaft aufrechtzuerhalten. Seine Vorschläge zielen darauf ab, durch gezielte Reformen und Kooperationen die wirtschaftliche und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.

Quelle