Bochum reformiert Taxipreise – wie die Stadt gegen Uber konkurriert
Bochum überprüft seine Taxipreisregeln, um auf die Konkurrenz durch Fahrvermittlungs-Apps wie Uber zu reagieren. Anders als im benachbarten Essen, wo Streitigkeiten zu anhaltenden Protesten führten, verfolgt die Stadt einen anderen Ansatz. Die Behörden prüfen nun Änderungen, die es Taxis ermöglichen könnten, ihre Preise flexibler zu gestalten.
Die Diskussion in Bochum hat bereits zu einer vorläufigen Vereinbarung geführt, die traditionelle Taxiunternehmen vor Preissenkungen durch Fahrvermittlungsdienste schützt. Eine neue Verordnung, die im Februar 2026 in Kraft treten soll, wird Obergrenzen für Mindestpreise einführen. Dies steht im Kontrast zu Essen, wo die Gespräche ins Stocken gerieten und Taxifahrer ohne Lösung weiter protestieren.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Bochum treibt weitere Reformen voran. Sie plant, eine Petition für flexible Taxipreise einzureichen, darunter niedrigere Tarife und Pauschalpreisvereinbarungen. Die Stadt hat zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, um ein neues Preismodell zu entwickeln. Die Ergebnisse werden nach den Sommerferien erwartet.
Bochums Vorgehen unterscheidet sich in einem weiteren entscheidenden Punkt von dem Essens: Die Stadt verzichtet darauf, den Mindestpreis für Fahrvermittlungsdienste anzuheben. Stattdessen liegt der Fokus darauf, die Taxivorschriften so anzupassen, dass sie mit den appbasierten Alternativen konkurrieren können.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, den Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrvermittlungsplattformen auszubalancieren. Eine endgültige Entscheidung über das neue Preismodell wird nach Vorlage des Gutachtens fallen. Bei einer Genehmigung würden die aktualisierten Regeln Anfang 2026 in Kraft treten.






