13 June 2026, 18:27

CDU-Spaltung: Harte Ablehnung der AfD vor ostdeutschen Landtagswahlen

Unionspolitiker warnen vor Abschwächung des Feuerschutzes gegen die AfD

CDU-Spaltung: Harte Ablehnung der AfD vor ostdeutschen Landtagswahlen

In der CDU verschärfen sich die Spannungen wegen des Umgangs mit der AfD. Führende Parteimitglieder haben sich deutlich gegen jede Zusammenarbeit oder eine Aufweichung der Ablehnung gegenüber der rechtsextremen Partei ausgesprochen. Die Debatte entbrennt vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland, wo die AfD mit Zuwächsen rechnet.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul bezeichnete die AfD und ihre Ideologie als die größte Gefahr für die Demokratie. Er erklärte, er werde die CDU verlassen, falls die Partei ihre Haltung gegenüber der AfD abschwäche. Seine Position spiegelt eine harte Linie wider, die auch andere prominente Mitglieder teilen.

Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister des Landes, argumentierte, die Positionen der AfD stünden im fundamentalen Widerspruch zu christlich-demokratischen Werten. Er lehnte jede Abkehr von der bisherigen Brandmauer-Strategie der CDU hin zu einer Politik der „roten Linien“ ab. Laumann warnte zudem, demokratische Kräfte hätten die AfD in Thüringen und Sachsen bereits erfolgreich an den Rand gedrängt. Er fügte hinzu, er werde zurücktreten, falls die CDU eine Zusammenarbeit oder Koalitionen mit der Partei anstrebe.

Der Hamburger CDU-Chef Dennis Thering sagte massive Verwerfungen innerhalb der Partei voraus, sollte sie nach den ostdeutschen Wahlen mit der AfD kooperieren. Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmergruppe, teilte diese Sorge und warnte, jeder Annäherungsversuch an die AfD werde die Union spalten.

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Die CDU bleibt tief gespalten in der Frage des Verhältnisses zur AfD. Wichtige Vertreter bekräftigten ihre Weigerung, mit der Partei in Kontakt zu treten, und verwiesen auf ideologische Gegensätze sowie Risiken für die Demokratie. Ihre Äußerungen signalisieren starken Widerstand gegen jede Änderung der bisherigen Haltung.

Quelle