Dagmar Becker verlässt nach zehn Jahren ihr Amt als Solinger Stadtdirektorin
Nikolaus SchleichDagmar Becker verlässt nach zehn Jahren ihr Amt als Solinger Stadtdirektorin
Dagmar Becker verlässt nach zehn Jahren ihr Amt als Stadtdirektorin für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Integration. Die Grünen-Politikerin wurde diese Woche in einer Abschiedsfeier für ihr langjähriges Engagement geehrt. Mit ihrem Rücktritt endet eine prägende Ära in der kommunalen Führung.
Beckers Amtszeit fiel in eine Phase großer finanzieller Herausforderungen, doch unter ihrer Leitung verwaltete ihr Dezernat Investitionen von über 600 Millionen Euro. Diese Mittel flossen in die Modernisierung von Schulen und den Ausbau der Bildungsinfrastruktur in der Stadt.
Zu ihren wichtigsten Projekten zählten die Sanierung des Theaters Solingen, die Neugestaltung des Ittertals sowie die Restaurierung der Klingenhalle. Zudem trieb sie den Ausbau von Jugendeinrichtungen wie dem Rollhaus und den Monkeys voran und setzte sich für den Bau des Vogelsang-Familienbads ein – neue Räume für Familien und Freizeitsport.
Besonders bekannt war Becker für ihr Engagement für Gleichberechtigung. Sie förderte gezielt Frauen in Führungspositionen der Stadtverwaltung und setzte sich für eine nachhaltige Vielfalt in der Kommunalpolitik ein. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der frühkindlichen Bildung, etwa durch den Ausbau von Kita-Plätzen. Eine flächendeckende Versorgung soll nun bereits im kommenden Jahr erreicht werden.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, bereitete Becker ihre Nachfolgerin, Anna Lenker-Koukounarakis, bereits ab 2022 auf das Amt vor. Die Übergabe wurde sorgfältig gesteuert, um Stabilität im Dezernat zu sichern.
Mit Beckers Abschied endet ein Jahrzehnt einflussreicher kommunaler Führung. Ihre Nachfolgerin übernimmt ein Ressort, das durch umfangreiche Investitionen in Bildung, Kultur und Sport geprägt ist. Die Stadt blickt nun darauf, auf den von ihr gelegten Grundlagen aufzubauen.






