"Das Gorki ist tot" – wie ein Berliner Theater eine Ära beendet
Das Maxim-Gorki-Theater hat offiziell seine Türen geschlossen – begleitet von den Worten: „Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki.“ Der Abschiedsabend markierte zugleich einen künstlerischen Neuanfang für die renommierte Institution.
Im Rahmen des Programms gab es ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen unter dem Titel „Lieder aus den letzten Jahren“. Jonas Dassler trug dabei den „Fledermaus-Aussterbesong“ vor. Die scheidende Intendantin Shermin Langhoff verzichtete auf eine lange Rede und bedankte sich stattdessen in kurzen Worten.
Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Ansprache beim Abschied. Das Gorki-Theater hinterlässt ein Erbe als Pionier des „postmigrantischen Theaters“ im Kanon der deutschen Bühnenkunst. Unterdessen verlässt ein langjähriger Berliner, M., nach zwölf Jahren in der Stadt die Hauptstadt und zieht zurück nach Kassel.
Der Preis für ein Hausbier in Berlin hat sich über die Jahre verdoppelt – der Geschmack bleibt jedoch so herb wie eh und je.
Der Abschiedsabend besiegelte das Ende einer Ära für das Gorki-Theater. Sein Einfluss auf das postmigrantische Theater bleibt ein prägender Teil seiner Geschichte. Mit der Schließung beginnt nun ein Übergang, während das Theater sich auf sein nächstes Kapitel vorbereitet.






