20 June 2026, 06:24

Deichmann setzt auf KI und übernimmt Media-Planung selbst in die Hand

Deichmann verlagert Media Planning ins Haus

Deichmann setzt auf KI und übernimmt Media-Planung selbst in die Hand

Deichmann verlagert Media-Planung ins eigene Haus – mit KI-gestützten Tools

Der Schuhhändler Deichmann übernimmt seine Media-Planung künftig in Eigenregie und setzt dabei auf KI-basierte Lösungen. Das Unternehmen nutzt AEOS OS, ein Marketing-Betriebssystem, um seine Werbekampagnen kanalübergreifend zu steuern. Dieser Schritt markiert eine strategische Weichenstellung hin zu mehr Kontrolle und Effizienz in der Media-Arbeit.

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Die Zusammenarbeit zwischen Deichmann und AEOS begann mit einer Pilot-Kampagne für die hauseigene Marke Graceland im TV-Bereich. Der Erfolg des Tests führte zu einer vertieften Partnerschaft – nun setzt Deichmann AEOS OS ein, um sämtliche Werbekanäle zentral zu koordinieren.

Das System ermöglicht eine Echtzeit-Planung und -Steuerung von Kampagnen über alle Kanäle hinweg. Es bewertet die Performance anhand individueller Geschäftsziele der Werbetreibenden. Zudem nutzt AEOS OS Daten von Vodafone, die aus über einer Million deutscher Haushalte stammen, um Kampagnen zu optimieren. Eine zentrale Funktion ist das sogenannte „Geobalancing“: Weicht die Reichweite von Linearen-TV-Spots vom geplanten Ziel ab, passt das System automatisch andere Kanäle an, um die Balance wiederherzustellen.

Thomas Wrobel, Senior Vice President bei Deichmann, betonte die Notwendigkeit eines Media-Systems, das mit der Geschwindigkeit der Content-Ausspielung Schritt hält. „Diese Agilität ist entscheidend, um die richtigen Kunden zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen“, so Wrobel. Marin Curkovic, CEO von AEOS, beschrieb die Plattform als Werkzeug für Marken, um mehr Kontrolle über ihre Media-Investitionen zu erlangen – und nicht als klassischen Agenturersatz.

Deichmanns Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Strategie, die interne Media-Expertise auszubauen. Der Schritt ist eine Reaktion auf die zunehmend fragmentierte Videolandschaft, in der Flexibilität und Transparenz immer wichtiger werden.

Durch die Umstellung erhofft sich das Unternehmen mehr Spielraum bei der Kampagnenumsetzung. Zudem soll die Nutzung von First-Party-Daten verbessert und die Transparenz über Werbemaßnahmen erhöht werden. Ziel ist es, durch die neue Struktur mehr Kontrolle und Wirksamkeit in der Media-Planung zu erreichen.

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