Deutschland jagt Fachkräfte – vom Gaming-Event bis nach Indonesien
Deutschland intensiviert Bemühungen um Fachkräfte aus dem Ausland und im Inland
Auf der Gamescom in Köln werben der Bundesnachrichtendienst (BND) und die Bundeswehr gezielt um Gamer für mögliche Tätigkeiten. Währenddessen ist ein Bundesminister in Indonesien unterwegs, um den Fachkräftemangel in Schlüsselbranchen zu bekämpfen.
Auf der Gamescom präsentiert sich der BND mit einem Spiel namens BND Legends – Operation Blackbox, das digitale Kompetenzen, Kommunikation, Teamfähigkeit und Stressresistenz testen soll. Die Bundeswehr lockt mit interaktiven Erlebnissen: Besucher können Panzer- und Helikoptersimulatoren ausprobieren oder in schusssicherer Ausrüstung körperliche Übungen absolvieren.
Unterdessen bereist Bundesbildungsminister Johann Wadephul Indonesien, um neue Fachkräfte zu gewinnen. Er besuchte eine deutsche Sprachschule und unterzeichnete Vereinbarungen zur Gründung von vier weiteren Einrichtungen, um Hürden wie Sprachbarrieren und Bildungslücken abzubauen. Geplant sind auch Besuche in christlichen und muslimischen Gotteshäusern sowie in einer Fabrik des Unternehmens LKW AG.
Derzeit stellt Deutschland jährlich rund 1.000 Arbeitsvisa für Indonesier aus – vor allem im Gesundheitssektor. Doch Jakarta drängt auf Chancen in weiteren Bereichen, etwa in der Gastronomie.
Die Initiativen zeigen Deutschlands doppelten Ansatz bei der Fachkräftesuche: Im Inland nutzen Behörden Gaming-Events, um Talente zu entdecken, während im Ausland Beamte den Pool an qualifizierten Arbeitskräften erweitern wollen. Beide Strategien zielen darauf ab, dringende Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.






