Deutschlands erstes grünes Rechenzentrum in Heiligenhaus eröffnet
Ein nachhaltiges Netzwerk aus Rechenzentren entsteht in Deutschland
Der Baukonzern Hochtief und der Investmentpartner Palladio Partners rollen gemeinsam 15 dezentrale Yexio-Rechenzentren in ganz Deutschland aus. Den Auftakt machte am 11. September die Eröffnung des ersten Standorts in Heiligenhaus (Nordrhein-Westfalen) – der Startschuss für eine langfristige Investition in grüne IT-Infrastruktur.
Das Yexio-Rechenzentrum in Heiligenhaus setzt mit seinem nachhaltigen Ansatz Maßstäbe: Eine begrünte Fassade fördert die lokale Artenvielfalt, ein innovatives Wasserkühlsystem reduziert den Energieverbrauch, und die Abwärme wird sogar genutzt, um ein benachbartes Schwimmbad zu beheizen. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren spart das Konzept schätzungsweise 600 Tonnen CO₂ ein.
Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Hochtief und Palladio Partners, das die Expansion des Netzwerks in den kommenden Jahren bundesweit vorantreiben will. Fünf Standorte sind bereits bestätigt oder in Planung. Als Hauptnutzer der neuen Infrastruktur fungiert Yorizon, ein Joint Venture von Hochtief PPP Solutions und Thomas-Krenn.AG.
Der Ausbau kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach Edge-Rechenzentren weltweit stark steigt. Marktprognosen zufolge wird der Sektor von 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 48 Milliarden US-Dollar bis 2033 anwachsen. Gleichzeitig werden die Gesamtinvestitionen in Rechenzentren voraussichtlich bis 2030 jährlich um fast 20 Prozent zunehmen.
Die Inbetriebnahme des Standorts in Heiligenhaus unterstreicht Hochtiefs Engagement für eine klimafreundlichere digitale Infrastruktur. Mit 15 dezentralen Rechenzentren soll das Projekt die wachsende Nachfrage bedienen – bei gleichzeitiger Reduzierung der Umweltbelastung. Zudem passt die Initiative in den größeren Trend, da Edge Computing für moderne IT-Netzwerke immer wichtiger wird.






