Deutschlands Ladesäulen-Netz wächst rasant – doch Schnelllader dominieren den Ausbau
Irena RohtDeutschlands Ladesäulen-Netz wächst rasant – doch Schnelllader dominieren den Ausbau
Deutschlands öffentliches Ladenetz wächst deutlich – mit klaren Trends bei Technik und regionaler Verteilung
In den vergangenen zwölf Monaten hat sich das öffentliche Ladenetz in Deutschland spürbar ausgebaut. Bis zum 1. Oktober 2025 zählte das Land 179.938 betriebsbereite Ladepunkte – ein Nettozuwachs von 24.354. Doch hinter der Expansion verbergen sich deutliche Verschiebungen bei der Technologie und der geografischen Verteilung.
Die aktuellen Zahlen zeigen vor allem einen starken Ausbau der Schnellladeinfrastruktur. Gleichstrom-Ladestationen (DC), die höhere Ladeleistungen ermöglichen, nahmen um 11.302 zu und kommen damit auf insgesamt 44.247. Davon bieten 8.955 mindestens 150 kW Leistung und ermöglichen so deutlich schnellere Ladevorgänge für Elektroautos.
Auch Wechselstrom-Ladepunkte (AC) verzeichneten ein Plus: 13.052 neue Einheiten kamen hinzu, sodass die Gesamtzahl nun bei 135.691 liegt. Trotz dieses Wachstums geht die Zahl der CHAdeMO-Anschlüsse – einst ein verbreiteter Standard – weiter zurück. Stattdessen dominieren nun Type-2- und CCS-Stecker den Markt.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Nordrhein-Westfalen führte mit 5.506 neu installierten Ladepunkten die Statistik an – kein anderes Bundesland verzeichnete einen größeren Zubau. Bundesweit summiert sich die Gesamtleistung aller Stationen mittlerweile auf 7,33 Gigawatt (GW). Dennoch waren bis Anfang Oktober 2025 erst rund 16.500 der neuen Ladepunkte offiziell bei der Bundesnetzagentur registriert.
Die Ladeinfrastruktur in Deutschland wächst weiter, wobei Schnellladestationen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Rückgang älterer Standards wie CHAdeMO unterstreicht den technologischen Wandel in der Branche. Stand Oktober 2025 verfügt das Netz über eine kumulierte Leistung von 7,33 GW – ein Zeichen für die anhaltenden Investitionen in die Elektromobilität.






