Essen plant ersten Zweijahreshaushalt für 2027/2028 – mehr Stabilität, weniger Bürokratie
Irena RohtEssen plant ersten Zweijahreshaushalt für 2027/2028 – mehr Stabilität, weniger Bürokratie
Essen bereitet seinen ersten Zweijahreshaushalt für 2027/2028 vor – ein Schritt, der die Finanzplanung verbessern und den Verwaltungsaufwand verringern soll. Der Entwurf wird dem Rat am 16. September 2026 vorgestellt, die endgültige Abstimmung ist für den 18. November vorgesehen. Die Umstellung erfolgt im Rahmen von Essens Teilnahme am nordrhein-westfälischen Entlastungsprogramm für Altlasten, das der Stadt bereits in diesem Jahr Einsparungen bringt.
Der Wechsel zum Zweijahreshaushalt ist Teil von Essens Beteiligung an der Schuldenentlastungsinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen nach dem Altlasten-Entlastungsgesetz. Im Rahmen des Programms übernimmt das Land Liquiditätskredite der Stadt in Höhe von rund 610,7 Millionen Euro. Dadurch konnten bereits 2026 Zinsersparnisse von etwa 11,7 Millionen Euro erzielt werden.
Das neue Modell bietet mehrere Vorteile: Der zweijährige Rahmen gibt Essen mehr Planungssicherheit für kreditfinanzierte Investitionen im zweiten Jahr. Zudem wird durch strengere Berichtspflichten die Transparenz erhöht. Gleichzeitig reduziert der längere Turnus den bürokratischen Aufwand für Verwaltung und politische Gremien.
Um die finanzielle Stabilität zu wahren, setzt Essen auf strenge Haushaltskontrollen. Geplant ist, freiwillige Ausgaben zu überprüfen und nicht dringende Verwaltungsausgaben wo möglich zu verschieben.
Über den Haushaltsentwurf wird vor der endgültigen Ratsentscheidung im November debattiert. Bei Annahme soll der Zweijahresplan Essen eine verlässlichere Finanzierung und geringere Verwaltungslasten ermöglichen. Die Teilnahme am Entlastungsprogramm soll den finanziellen Druck mindern und gleichzeitig langfristige Haushaltsdisziplin sichern.






