09 June 2026, 14:33

EU führt strengere Kontrollen bei Überweisungen ein – wer haftet bei Betrug?

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

EU führt strengere Kontrollen bei Überweisungen ein – wer haftet bei Betrug?

Neue EU-Regel soll Betrug bei Banküberweisungen eindämmen

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Ab dem 9. Oktober müssen Banken die Empfängerdaten bei Überweisungen strenger prüfen, um Betrugsfälle zu reduzieren. Kreditinstitute sind dann verpflichtet, vor der Ausführung einer Zahlung zu überprüfen, ob der Name des Empfängers – sei es eine Privatperson oder ein Unternehmen – mit der angegebenen Kontonummer übereinstimmt. Die Änderung kommt zu einer Zeit, in der Betrüger immer häufiger Verbraucher dazu bringen, Geld fälschlicherweise auf falsche Konten zu überweisen.

Das als „Empfängerprüfung“ (engl. Verification of Payee, VoP) bekannte System zwingt Banken, den Namen des Zahlungsempfängers mit der IBAN abzugleichen. Stimmen die Angaben überein, haftet die Bank im Schadensfall, falls das Geld versehentlich auf ein falsches Konto geht. Ignoriert ein Kunde jedoch eine Warnmeldung bei abweichenden Daten und führt die Überweisung trotzdem aus, trägt er selbst die Verantwortung für etwaige Betrugsfälle.

Betrüger setzen oft auf gefälschte E-Mails, fingierte Jobangebote oder andere täuschende Methoden, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Häufig leiten sie Zahlungen, die eigentlich für legitime Empfänger bestimmt sind, auf Konten von Kriminellen um. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin ruft Verbraucher dazu auf, bei der Weitergabe sensibler Bankdaten besonders wachsam zu sein.

Bisher erhalten Opfer von Betrug ihr Geld nur selten zurück – es sei denn, sie können nachweisen, dass sie alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten haben. Eine rechtliche Grauzone erschwert es Kunden zudem, von ihrer Bank eine Erstattung zu verlangen. Um Verbrauchern die Wahl sicherer Konten zu erleichtern, bietet die BaFin ein Online-Tool an, das die Kosten und Leistungen deutscher Girokonten vergleicht.

Die neue VoP-Regelung verlagert einen Teil der Haftung auf die Banken, sofern Name und Kontonummer übereinstimmen. Dennoch müssen Kunden Warnhinweise vor einer Überweisung genau prüfen. Wer sie ignoriert, riskiert den Verlust seiner Gelder – ohne Aussicht auf Rückerstattung.

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