Flucht und Neuanfang: Emmendingen zeigt bewegende Schicksale nach 1945
Nikolaus SchleichFlucht und Neuanfang: Emmendingen zeigt bewegende Schicksale nach 1945
Neue Ausstellung im Emmendinger Stadtmuseum erforscht Flucht und Migration in der modernen Gesellschaft
Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ zeigt das Emmendinger Stadtmuseum ab dem 21. Juni eine Ausstellung, die historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen in Form eines Graphic Novels verbindet. Die Schau wird am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr eröffnet und ist bis zum 8. November zu sehen.
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen deutschsprachiger Minderheiten aus Osteuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten. Die Ausstellung thematisiert Vertreibung, Neuanfang und die Herausforderungen des Wiederaufbaus – und damit verbundene Fragen zu Identität, Erinnerung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der regionalen Geschichte: Besucher erfahren mehr über die Spätaussiedler in Emmendingen, darunter eine spezifische Erzählung aus dem Stadtteil Bürkle-Bleiche. Das Projekt will zum Nachdenken anregen und den Dialog über die Grundlagen des Zusammenlebens fördern.
Es handelt sich um die erste große Ausstellung unter der neuen Museumsleiterin, Leni Perenčević, die sie gemeinsam mit der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht konzipiert hat. Das Museum ist mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Die Schau verbindet auf einzigartige Weise Geschichte und persönliche Erzählungen und zeigt die nachhaltigen Auswirkungen von Migration auf Individuen und Gemeinschaften. Bis Anfang November können Besucher diese Geschichten entdecken.






