17 April 2026, 10:35

Friseurpreise explodieren: Warum der Haarschnitt immer teurer wird

Brutalistischer Barbershop-Außenbereich in Berlin mit eckigen Betongebäuden, Fenstern, Geländern, Balkonen, Namensschildern, Bäumen, Straßenlaternen, Passanten und bewölktem Himmel.

Haarschnittpreise sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Warum der Haarschnitt immer teurer wird

Friseurpreise in Deutschland steigen stark – Branche steht vor Herausforderungen

Die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland sind in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Preise für Damenhaarschnitte um 28 Prozent zugelegt haben, während Männer- und Kinderhaarschnitte noch stärker teurer wurden. Gleichzeitig kämpft die Branche mit Problemen wie sinkenden Auszubildendenzahlen und einem leichten Rückgang der Gesamtumsätze.

Im September 2024 mussten Verbraucher in Deutschland deutlich mehr für einen Friseurbesuch bezahlen als noch 2020. Damenhaarschnitte kosteten 28 Prozent mehr, Männer- und Kinderhaarschnitte sogar 31 Prozent. Im Schnitt liegen die Preise für einen Damenhaarschnitt inklusive Waschen und Föhnen bei 54 Euro, während Männer 33 Euro zahlen. Als Hauptgründe für den Preisanstieg nennen Branchenexperten höhere Löhne, gestiegene Energie- und Materialkosten sowie die Inflation.

Die Branche bleibt dennoch bedeutend: 2024 waren fast 150.000 Menschen in dem Bereich beschäftigt – wenn auch 300 weniger als im Vorjahr. Mit 80.363 registrierten Betrieben entfällt etwa ein Fünftel auf Barbiersalons, die traditionellen Friseursalons zunehmend Konkurrenz machen. Diese bieten oft günstigere Preise an und haben sich vor allem in Städten rasant ausgebreitet.

Auch die Zahl der Auszubildenden ist stark zurückgegangen. Zwischen 2014 und 2023 sank die Anzahl der Friseurlehrlinge von 23.540 auf 13.509. Dennoch steigt der Männeranteil unter den Berufseinsteigern und liegt mittlerweile bei über einem Drittel. Der Branchenumsatz wird für 2024 auf 7,67 Milliarden Euro geschätzt, doch für 2025 wird ein leichter Rückgang erwartet.

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Beim Ausgabenverhalten geben 28 Prozent der Deutschen zwischen 15 und 29 Euro für einen Haarschnitt aus. Weitere 20 Prozent zahlen zwischen 30 und 49 Euro – ein Zeichen für die steigenden Kosten bei Friseurdienstleistungen.

Die Friseurbranche in Deutschland befindet sich im Wandel: Steigende Preise und veränderte Wettbewerbsbedingungen prägen den Markt. Während Barbiersalons an Boden gewinnen und die Zahl der Auszubildenden sinkt, müssen sich die Betriebe an höhere Kosten und veränderte Kundengewohnheiten anpassen. Zwar bleibt der Umsatz vorerst stabil, doch der erwartete Rückgang 2025 deutet auf anhaltenden Druck hin.

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