Gescheiterte Abschiebung: Solingen-Verdächtiger Issa al H. bleibt in Deutschland
Nikolaus SchleichGescheiterte Abschiebung: Solingen-Verdächtiger Issa al H. bleibt in Deutschland
Geplante Abschiebung von Solingen-Verdächtigem Issa al H. scheitert am 5. Juni 2023
Die geplante Abschiebung von Issa al H., dem Hauptverdächtigen im Fall des Angriffs von Solingen, ist am 5. Juni 2023 gescheitert. Die Behörden versuchten, den Mann aus einer ehemaligen Kaserne in Paderborn abzuholen, fanden ihn dort jedoch nicht vor. Die Aktion wurde bereits nach 30 Minuten abgebrochen.
Einsatzkräfte trafen in den frühen Morgenstunden in der Dempsey-Kaserne in Paderborn ein, um Issa al H. für die Abschiebung festzunehmen. Doch der Gesuchte war nicht auffindbar. Anwohner hatten die Fahrzeuge der Behörden bereits bemerkt, wodurch der Einsatz stark auffiel.
Den Beamten war es nicht gestattet, andere Räumlichkeiten der Unterkunft zu durchsuchen. Die Ausländerbehörde Bielefeld bestätigte später, dass personelle Engpässe solche Maßnahmen verhindert hätten. Ohne Erfolg wurde der Versuch schließlich eingestellt.
Noch vor Mittag kehrte Issa al H. in die Kaserne zurück. Nach dem gescheiterten Versuch unternahmen die Behörden keine weiteren Anläufe, ihn abzuschieben. Nun wird ein schriftlicher Bericht angefordert, der den Ablauf des Vorfalls detailliert dokumentiert.
Der Vorfall steht im Zusammenhang mit dem Angriff in Solingen, bei dem Issa al H. als Tatverdächtiger gilt. Das Scheitern der Abschiebung wirft Fragen nach systematischen Lücken bei der Bearbeitung solcher Fälle auf.
Durch das Misslingen des Einsatzes bleibt Issa al H. vorerst in Deutschland. Eine offizielle Überprüfung soll klären, warum die Abschiebung scheiterte. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Abschiebeverfahren.






