09 February 2026, 02:57

Gil Ofarim holt den Dschungel-Thron – trotz Skandalen und 100.000 Euro Preisgeld

Eine Zeichnung einer Gruppe von Menschen, einige zu Pferd, vor einer Menge und einem Gebäude, mit Text darunter, der "Die Art und Weise, wie die Champions die Herausforderungszeremonie durchführen" lautet.

Erster Skandal, jetzt die Krone: Gil Ofarim siegt im Dschungelcamp - Gil Ofarim holt den Dschungel-Thron – trotz Skandalen und 100.000 Euro Preisgeld

Gil Ofarim hat die jüngste Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" in Deutschland gewonnen. Sein Sieg überraschte viele, denn er startete die Show als einer der umstrittensten Kandidaten ihrer Geschichte. Die finale Sendung verzeichnete eine rekordverdächtige Zuschauerbeteiligung – die höchste Anzahl an Anrufabstimmungen seit dem Start des Formats im Jahr 2004.

Schon vom ersten Tag im Dschungelcamp an führte Ofarim die Rangliste des "Dschungelkönigs" an. Trotz Distanzierung durch Mitbewohner blieb er konzentriert und meisterte jede Prüfung mit Bravour. In seiner letzten Challenge sicherte er sich die maximale Sternanzahl und bewies damit seine Souveränität unter Druck.

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Ofarims Vergangenheit hatte ihn bereits lange vor der Show zu einer polarisierenden Figur gemacht. 2021 beschuldigte er fälschlicherweise einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus – eine Behauptung, die er später vor Gericht als unwahr eingestand. Das Urteil von 2023 endete mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro und einer öffentlichen Entschuldigung, doch der Skandal hinterließ bleibende Schäden für seinen Ruf. Doch seine Zeit im Dschungel schien die öffentliche Meinung – zumindest vorübergehend – zu wandeln.

Im großen Finale erhielt Ofarim mehr Zuschauerstimmen als jeder andere Kandidat. Neben der Dschungelkrone nahm er ein Preisgeld von 100.000 Euro mit nach Hause. Dennoch blieb Kritik bestehen: Einige Medien, darunter RTL, gerieten in die Schusslinie, nachdem sie zunächst eine satirische Einlage ausgestrahlt hatten, in der Ofarim als "Betrüger" bezeichnet wurde – die später wieder entfernt wurde.

Im Fernsehen deutete Ofarim auf mögliche justizielle Unregelmäßigkeiten in seinem Fall an und entfachte damit erneut die Debatte. Zwar markiert sein Sieg eine überraschende Wende in seiner Beliebtheit, doch die Kontroversen um sein früheres Handeln verblassten nie ganz.

Das Halbfinale der Show verzeichnete eine beispiellose Zuschauerbeteiligung und unterstrich damit Ofarims polarisierende, aber unbestrittene Anziehungskraft. Sein Triumph steht in scharfem Kontrast zur breiten Verurteilung, der er noch vor wenigen Jahren ausgesetzt war. Das Preisgeld von 100.000 Euro und die öffentliche Unterstützung deuten auf einen komplexen Wandel in der Wahrnehmung hin – doch die Diskussion über sein Erbe dauert an.