"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburg mit parallelen Welten
Sven Binner"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburg mit parallelen Welten
Eine neue Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, dem gefeierten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa erkundet das Stück parallele Welten durch das Leben eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre und einer Romanzen-Sängerin aus der vorrevolutionären Zeit. Die Produktion entstand im privaten Theater „Tvary“, wo ein Ensemble unter der Führung von Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa auftrat.
Der Roman „Grüne Ufer“ wurde von der realen Geschichte der Sängerin Anastassija Wjalzewa inspiriert, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. Alexejew webte eine Erzählung, in der zwei Liebende aus unterschiedlichen Epochen – ein Dichter im späten Sowjetreich und eine Künstlerin vor der Revolution von 1917 – auf mysteriöse Weise miteinander verbunden sind. Das Stück hält sich an diese Vorlage und gipfelt in ihrem Wiedersehen im Tod.
Lilia Bornaschewa zeichnete sowohl für die Bearbeitung als auch die Regie verantwortlich und brachte die surreale und emotionale Tiefe der Geschichte auf die Bühne. Jelena Iwanowa übernahm die Herausforderung, neun verschiedene Charaktere darzustellen, während Oleg Dulenkin die männliche Hauptrolle spielte. Die Aufführungen fanden in „Tvary“ statt, einem privaten Theater, das für seine experimentellen und immersiven Inszenierungen bekannt ist.
Kritiker zählen „Grüne Ufer“ seit Langem zu den fantasievollsten Werken der russischen Fantasyliteratur. Die Themen Liebe, Zeit und alternative Realitäten berühren das Publikum, weshalb die Bühnenfassung zu einem der meist erwarteten Kulturereignisse in Jekaterinburg wurde.
Die Premiere markiert die erste theaterreife Adaption von Alexejews Roman und verbindet historisches Drama mit fantastischen Elementen. Mit komplexen Figuren und einer vielschichtigen Erzählweise bietet das Stück eine frische Interpretation des geliebten literarischen Werks. Die Vorstellungen in „Tvary“ laufen weiter und geben dem Publikum die Gelegenheit, diese einzigartige Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart zu erleben.






