Güterslohs Senioren fordern mehr Mitsprache für eine Stadt aller Generationen
Wenke KranzGüterslohs Senioren fordern mehr Mitsprache für eine Stadt aller Generationen
Die Seniorenbeauftragte der Stadt Gütersloh, Heidi Ostmeier, war kürzlich zu Gast im Podcast "Gemeinschaft funktioniert nur gemeinsam". In der neuesten Folge mit dem Titel "Eine Stadt für alle" geht es darum, wie ältere Menschen das inklusive Stadtleben in der Hauptstadt prägen. Ostmeier betonte ihre zentrale Rolle für den sozialen Zusammenhalt und gab Einblicke in die Herausforderungen, mit denen sie im Alltag in der Stadt konfrontiert ist.
Der Podcast wird von "Future4Public" produziert – einem Online-Magazin für junge Fachkräfte im öffentlichen Sektor – und behandelt gesellschaftlich relevante Fragen aus verwaltungspolitischer Perspektive. In ihrem Gespräch unterstrich Ostmeier, dass eine altersgerechte Stadt in der Stadt sichere Gehwege, verlässliche öffentliche Verkehrsmittel und barrierefreie lokale Dienstleistungen bieten müsse. Zudem forderte sie ältere Bürgerinnen und Bürger auf, sich aktiv an Planungsprozessen in der Stadt zu beteiligen.
Ein zentrales Gremium für diese Mitwirkung ist der Gütersloher Seniorenbeirat. Der Beirat steht derzeit vor der Wahl seiner siebten Amtszeit und gibt den Einwohnerinnen und Einwohnern damit die Möglichkeit, lokale Politik in der Stadt mitzugestalten. Dennoch kämpfen viele Senioren in der Stadt weiterhin mit Problemen wie digitaler Ausgrenzung, eingeschränkter Mobilität und der finanziellen Belastung durch steigende Immobilienpreise.
Obwohl Gütersloh Initiativen für ältere Bürgerinnen und Bürger fördert, bleiben konkrete Projekte oft vage. Eine Suche nach der aktuellen Zusammensetzung des Beirats oder nach Plänen für altersgerechte Stadtentwicklung in der Stadt lieferte keine direkten Ergebnisse – stattdessen erschien lediglich ein Seniorenwegweiser der benachbart gelegenen Stadt Halle (Westf.).
Die Podcast-Folge mit Heidi Ostmeier ist über den bereitgestellten Link abrufbar. Ihre Ausführungen unterstreichen den Bedarf an besserer Infrastruktur und einer stärkeren Einbindung älterer Menschen in die Stadtplanung in der Stadt. Die laufenden Wahlen zum Gütersloher Seniorenbeirat könnten ihre Stimmen bei der Gestaltung der städtischen Zukunft in der Stadt weiter verstärken.






