22 February 2026, 05:09

Ibbenbürens letzter Kohle-Schornstein fällt – und macht Platz für grüne Energie

Ein teilweise abgerissenes großes Gebäude mit Feuerwehrautos davor, umgeben von verschiedenen Fahrzeugen, einem Zaun, Pfählen, Metallrahmen, einem Baum, Pflanzen, Gras und einem bewölkten Himmel.

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren soll gesprengt werden - Ibbenbürens letzter Kohle-Schornstein fällt – und macht Platz für grüne Energie

Das letzte verbliebene Wahrzeichen des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren wird an diesem Sonntag fallen. Um etwa 11:00 Uhr wird der 275 Meter hohe Schornstein durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Dies folgt auf die Stilllegung der beiden letzten Kohlekraftwerke Deutschlands im Jahr 2021.

Das Gelände, das heute der Hagedorn-Gruppe gehört, wird geräumt, um Platz für ein neues Energieprojekt zu schaffen. Nach Abschluss der Abriss- und Recyclingarbeiten soll das Areal bis Sommer 2026 an Amprion übergeben werden.

RWE hatte seine letzten Steinkohlekraftwerke in Hamm und Ibbenbüren 2021 geschlossen. Der Kühlturm und das Kesselhaus des Ibbenbürener Kraftwerks wurden bereits im April 2025 abgerissen, sodass nur noch der gewaltige Schornstein übrig blieb. Sein Abriss markiert das endgültige Ende der Kohleära in der Region.

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Die Hagedorn-Gruppe übernahm das Gelände 2023 und arbeitet seitdem an der Demontage der verbleibenden Bauwerke. Bevor Amprion das Areal nutzen kann, müssen alle Materialien zerkleinert, sortiert und recycelt werden. Dieser Prozess ist Teil eines umfassenderen Plans, ehemalige Industrieflächen für erneuerbare Energien umzuwidmen.

Amprion wird auf dem Gelände eine Umspannstation errichten, um Windparks in der Nordsee mit dem Stromnetz in Nordrhein-Westfalen zu verbinden. Die Anlage soll 2031 in Betrieb gehen. Bis dahin plant das Unternehmen zudem den Bau von fünf weiteren Konverterstationen im Land, darunter in Grevenbroich und am Niederrhein.

Mit dem Abriss des Schornsteins beginnt eine neue Phase der Energieinfrastruktur in Ibbenbüren. Die Umspannstation von Amprion wird dazu beitragen, Offshore-Windstrom in das regionale Netz einzuspeisen. Das Projekt ist eines von mehreren Vorhaben, die den Ausbau erneuerbarer Energien in Nordrhein-Westfalen bis Anfang der 2030er-Jahre vorantreiben sollen.