07 June 2026, 20:30

Indischer Stahlriese Jindal will Thyssenkrupps Stahlsparte retten – mit Milliardeninvestitionen

Angebot zum Kauf aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal will Thyssenkrupps Stahlsparte retten – mit Milliardeninvestitionen

Indischer Stahlkonzern Jindal Steel bietet für Thyssenkrupps angeschlagene Stahlsparte

Der indische Stahlproduzent Jindal Steel hat ein Übernahmeangebot für die kränkelnde Stahlsparte von Thyssenkrupp vorgelegt. Obwohl das Angebot noch unverbindlich ist, stößt es bereits auf Unterstützung bei Gewerkschaften und Betriebsräten. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er die europäische Stahlbranche neu ordnen und gleichzeitig Arbeitsplätze in Deutschland sichern.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens, bestätigte sein Interesse an der Übernahme von Thyssenkrupp Steel. Das Unternehmen ist weltweit aktiv, unter anderem mit Projekten in Afrika und Australien, und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro. Mit einer operativen Gewinnmarge von 22 % unterstreicht Jindal seine solide finanzielle Lage.

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Das Angebot kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stahlsparte von Thyssenkrupp – die im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn von 261 Millionen Euro erwirtschaftete – vor einer ungewissen Zukunft steht. Jindal hat zugesagt, das industrielle Erbe des Bereichs zu bewahren und ihn gleichzeitig zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas umzubauen.

Der Thyssenkrupp-Aufsichtsrat wird das Angebot anhand von wirtschaftlicher Tragfähigkeit, Plänen für die grüne Transformation und Arbeitsplatzsicherheit prüfen. Jindal hat versprochen, das verzögerte Direktreduktionswerk (DRI) in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über zwei Milliarden Euro zu investieren. Sowohl der Betriebsrat als auch die IG Metall, die einflussreiche deutsche Metallgewerkschaft, begrüßten den Vorschlag und bezeichneten ihn als positiven Schritt für die Belegschaft.

Die Übernahme könnte Tausende Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig Thyssenkrupps Wandel hin zu einer grüneren Stahlproduktion beschleunigen. Jindals Investitionspläne und finanzielle Stärke bieten der Sparte eine mögliche Rettung. Nun muss der Thyssenkrupp-Aufsichtsrat abwägen, wie das Angebot zur langfristigen Unternehmensstrategie passt.

Quelle