14 June 2026, 12:27

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Fokus auf soziale Gerechtigkeit

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Fokus auf soziale Gerechtigkeit

Jochen Ott ist als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bestätigt worden. Auf dem Landesparteitag in Düsseldorf erhielt er eine fast einstimmige Zustimmung von 96,2 Prozent. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf soziale Gerechtigkeit und die Unterstützung von Arbeiterfamilien.

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Ott will die SPD als Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im bevorstehenden Urnengang positionieren. Er hat versprochen, Nordrhein-Westfalen im Falle eines Wahlsiegs zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands zu machen. Ein zentraler Vorschlag ist ein „Chancen-Fonds“ in Höhe von 5.000 Euro für jedes neugeborene Kind.

Aktuell liegt die SPD in Umfragen mit Werten zwischen 14 und 18 Prozent deutlich zurück – ein starker Rückgang im Vergleich zu ihrer früheren Stärke in der Region. Die CDU hingegen bleibt stabil über 30 Prozent, was Hendrik Wüst zum Favoriten für den Wahlsieg macht.

Ott kritisierte zudem die Vermögensungleichheit und bezeichnete das Vermögen von Elon Musk als Zeichen eines „kaputten kapitalistischen Systems“. Er warnte vor einem „Klassenkampf von oben“, angetrieben von rechtlibertären Eliten im Bündnis mit der rechtsextremen AfD.

In der Kommunalpolitik setzte sich SPD-Politiker Marc Herter bei den jüngsten Kommunalwahlen mit 63,6 Prozent der Stimmen als Bürgermeister von Hamm durch.

Otts starke Rückendeckung innerhalb der SPD steht im Kontrast zu den schwachen Umfragewerten der Partei im Land. Seine Politik zielt auf Familien und wirtschaftliche Fairness ab. Die Führung der CDU deutet jedoch auf eine schwierige Herausforderung für die SPD im Wahlkampf hin.

Quelle