14 April 2026, 14:40

Marie Jaroni übernimmt als erste Frau die Führung bei Thyssenkrupp Steel Europe

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes Gebäude mit vielen Fenstern, umgeben von städtischer Infrastruktur und Grünflächen unter einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Marie Jaroni übernimmt als erste Frau die Führung bei Thyssenkrupp Steel Europe

Thyssenkrupp Steel Europe ernennt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden

Die Ernennung erfolgt in einer schwierigen Phase für das Unternehmen, das rund 27.000 Beschäftigte zählt, aber mit wirtschaftlichen Herausforderungen und billigen Importen aus Asien konfrontiert ist. Jaroni wird die Firma nun durch umfangreiche Umstrukturierungspläne führen.

Zuvor leitete Jaroni bei Thyssenkrupp Steel Europe die Bereiche Vertrieb und Transformation. Sie spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zum jüngsten Restrukturierungsabkommen. Der Betriebsratsvertreter Knut Giesler lobte ihre Fairness und ihre Fähigkeit, in schwierigen Gesprächen Konsens zu schaffen.

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Das Unternehmen baut Stellen ab und strebt an, die Belegschaft von derzeit 27.000 auf etwa 16.000 Mitarbeiter bis 2030 zu reduzieren. Schwache globale Nachfrage und niedrige Stahlpreise verschärfen die Lage, hinzu kommt der Wettbewerb durch asiatische Importe. Gleichzeitig führt Thyssenkrupp Gespräche mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel über einen möglichen Verkauf der Stahlsparte.

Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, würdigte Jaronis strategische Weitsicht und Führungskompetenz. Der Aufsichtsrat hat ihren Vertrag bis 2030 verlängert – ein Zeichen für langfristiges Vertrauen in ihre Führung.

Jaronis Amtsantritt markiert einen Führungswechsel in einer Phase finanzieller Turbulenzen und Personalabbau. Mit ihrem bis 2030 gesicherten Vertrag wird sie sowohl die Umstrukturierung als auch mögliche Eigentumsveränderungen begleiten. Die Entscheidungen der kommenden Jahre werden die Zukunft eines der größten europäischen Stahlproduzenten prägen.

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