Moerser Tafel droht Schließung nach Kündigung der Räumlichkeiten
Ungewisse Zukunft für die Moerser Tafel nach Kündigung des Standorts
Die Moerser Tafel steht vor einer ungewissen Zukunft, nachdem sie die Kündigung für ihre aktuellen Räumlichkeiten erhalten hat. Die Einrichtung, die rund 2.000 Menschen unterstützt, braucht dringend Hilfe, um eine Schließung zu vermeiden. Rainer Hellfeier, ein Vertreter der Tafel, warnte, dass ohne Unterstützung ernsthafte Folgen für die Stadt drohen.
Aktuell befindet sich die Tafel in der Wittfeldstraße 49, wo sie für 400 Quadratmeter monatlich 800 Euro Miete zahlt. Anders als bei üblichen Kündigungen erhielt die Organisation nicht die gesetzlichen drei Monate, sondern ein ganzes Jahr Frist, um die Räume zu räumen. Doch selbst diese verlängerte Zeit mildert die Sorgen kaum, einen neuen Standort zu finden.
Jede Woche stellen sich zwischen 150 und 200 Menschen zweimal für die Lebensmittelausgabe an. Der Service ist unverzichtbar, denn die Tafel versorgt etwa 600 Haushalte – insgesamt rund 2.000 Personen. Darüber hinaus dient die Einrichtung als Lagerstätte für die benachbarten Tafeln in Goch und Kalkar. Ein digitaler „Marktplatz“ hilft bei der Koordination der Bestände, und Ehrenamtliche fahren oft direkt nach Duisburg, um zusätzliche Spenden abzuholen.
Hellfeier betonte, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen müsse. Eine Schließung der Tafel würde nicht nur in Moers, sondern im gesamten regionalen Netzwerk, das auf ihre Unterstützung angewiesen ist, eine kritische Lücke hinterlassen.
Die Schließung hätte schwerwiegende Folgen für Tausende Menschen in Moers und den umliegenden Städten. Mit einem Jahr Zeit, eine Lösung zu finden, suchen die Organisatoren nun nach neuen Räumlichkeiten und finanzieller Unterstützung. Ohne Hilfe könnte der Verlust dieser wichtigen Einrichtung langfristige Auswirkungen auf die Gemeinschaft haben.






