24 June 2026, 22:21

Neues "Solarspitzen-Gesetz" soll Energiewende in Deutschland beschleunigen

EWI: Überdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro jährlich

Neues "Solarspitzen-Gesetz" soll Energiewende in Deutschland beschleunigen

Deutschland hat ein neues Gesetz zur besseren Integration erneuerbarer Energien eingeführt. Das „Solarspitzen-Gesetz“ fördert gemeinsame Netzzugangspunkte für Solar-, Wind- und Batteriespeicheranlagen. Damit soll die wachsende Nachfrage nach Netzanschlüssen im Zuge des Ausbaus der Erneuerbaren bewältigt werden.

Bisher werden erneuerbare Energien oft nach ihrer nominalen Spitzenleistung ans Netz angeschlossen. Diese Praxis führt zu einer ungenutzten Netzkapazität und häufigen Abregelungen von Ökostrom. Netzbetreiber kämpfen mit einer Flut von Anträgen für neue Stromleitungen, um die wachsende Zahl an sauberen Energieprojekten zu unterstützen.

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Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln schlägt eine Lösung vor: gemeinsame Netzzugangspunkte. Durch die räumliche Bündelung von Solar- und Windanlagen an einzelnen Anschlusspunkten ließen sich jährlich bis zu 1,8 Milliarden Euro an Netzausbaukosten sparen. Eine effizientere Netznutzung würde zudem Abregelungen verringern.

Der Ausbau der Verteilnetze bleibt dennoch unverzichtbar – Schätzungen zufolge werden bis 2045 rund 350 Milliarden Euro benötigt. Doch gemeinsame Anschlüsse bringen sofortige Vorteile: Die Nettoeffizienzgewinne durch geringere Verteilkosten und weniger Stromverschwendung belaufen sich auf etwa 800 Millionen Euro pro Jahr. Neue Geschäftsmodelle werden nötig sein, um Batteriespeicher zu finanzieren und Energieverluste weiter zu minimieren.

Das „Solarspitzen-Gesetz“ ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren Einbindung erneuerbarer Energien. Gemeinsame Zugangspunkte versprechen erhebliche Kosteneinsparungen und eine bessere Netzleistung. Die Änderungen könnten die Belastung für die Netzbetreiber verringern und gleichzeitig Deutschlands Energiewende beschleunigen.

Quelle