27 June 2026, 02:31

NRW setzt auf Videoüberwachung gegen Gewalt im Nahverkehr – mit ersten Erfolgen

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW setzt auf Videoüberwachung gegen Gewalt im Nahverkehr – mit ersten Erfolgen

Nordrhein-Westfalen baut Videoüberwachung im Nahverkehr aus, um steigende Gewalt einzudämmen

Fast alle S-Bahnen und Regionalzüge in NRW sind nun mit Kameras ausgestattet, zudem werden im Rahmen eines Landesprogramms 100 kleinere Bahnhöfe nachgerüstet. Hintergrund ist der deutliche Anstieg von Angriffen auf Mitarbeiter – allein im vergangenen Jahr gab es in Nordrhein-Westfalen über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Attacken gegen Zugpersonal. Als Reaktion haben die Verkehrsbetriebe die Überwachung ausgeweitet und Sicherheitskräfte mit Körperkameras ausgerüstet. Pilotprojekte zeigten, dass allein die Ankündigung einer Aufnahme oft aggressives Verhalten abschwächt und Konflikte entschärft.

Die Dortmunder Verkehrsbehörde überwacht inzwischen nachts Live-Videostreams aus ihrem Kontrollzentrum. Sicherheitskräfte können so in Echtzeit auf Vorfälle reagieren, während Körperkameras dem Fahrpersonal auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen. Neue Busse sind bereits mit integrierten Systemen ausgestattet, ältere Modelle werden nachgerüstet, um eine lückenlose Innenraumüberwachung zu gewährleisten.

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Geplant sind zudem cloudbasierte Speicherlösungen für die Aufzeichnungen sowie möglicherweise KI-gestützte Risikoerkennung. Ziel ist es, die Kameraüberwachung auf alle Züge in der Region auszuweiten und so ein durchgehend überwachtes Netz zu schaffen. Die ausgeweitete Videoüberwachung soll nicht nur abschreckend wirken, sondern auch die Sicherheit von Personal und Fahrgästen erhöhen. Kameras in Zügen, Bussen und auf Bahnhöfen sind inzwischen Standard – weitere Aufrüstungen sind in Vorbereitung. Die Behörden verzeichnen bereits erste Erfolge: Sichtbare Sicherheitsmaßnahmen tragen dazu bei, die Zahl der Vorfälle zu reduzieren.

Quelle