20 March 2026, 18:32

Nürnbergs Stadtrat ringt um Sanierung des Bergischen Löwen und neues Jugendzentrum

Außenansicht des Cincinnati Electrical Repair Co. Gebäudes mit einer Schautafel, einem Metallzaun, einem Müllcontainer, Strommasten, Kabeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Nürnbergs Stadtrat ringt um Sanierung des Bergischen Löwen und neues Jugendzentrum

Der Nürnberger Stadtrat hat dringende Sanierungsarbeiten am Bürgerzentrum Bergischer Löwe vorangetrieben und plant gleichzeitig ein neues Jugendzentrum in der Oberen Hauptstraße. Beamte warnten vor lebensgefährlichen Risiken, falls Überschwemmungen die elektrische Anlage des Gebäudes beschädigen. Unterdessen haben Diskussionen über die Finanzierung und langfristige Lösungen einige Entscheidungen verzögert.

Der Jugendwohlfahrtsausschuss billigte vorläufige Aufwertungen des Jugendzentrums Q1 und bewilligte Mittel für den Standort Quirlsberg, doch umfassendere Haushaltsberatungen wurden auf nächste Woche vertagt.

In der jüngsten Ratssitzung beantragte die Verwaltung 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Elektroinstallation im Bergischen Löwen. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, betonte die Dringlichkeit und erklärte, dass Überschwemmungen gefährliche Bedingungen schaffen könnten. Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach sich jedoch gegen Teilsanierungen aus und schlug vor, die Stadt solle stattdessen auf einen vollständigen Renovierungsplan warten.

Der Jugendwohlfahrtsausschuss unterstützte zudem 250.000 Euro für Notinstandsetzungen am Standort Quirlsberg, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, während das neue Jugendzentrum entsteht. Die geplante 250 Quadratmeter große Fläche in der Oberen Hauptstraße soll Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum dienen, wobei die genaue Nutzung flexibel bleibt.

Die Verhandlungen über die Verlegung des Jugendzentrums Q1 von der Alten Zentralwerkstatt zum Industriegelände Zanders laufen noch. Zwar gilt ein Umzug als wahrscheinlich, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Separat verschob der Haushaltsausschuss die Beratungen über den Jahreshaushalt und den Stellenplan auf die nächste vollständige Ratssitzung am kommenden Dienstag.

Vertreter von CDU, Grünen und SPD schlugen vor, auf eine formelle Haushaltsabstimmung zu verzichten – der Antrag wurde einstimmig angenommen. Bei insgesamt 70 Sitzen hält die CSU mit 24 Mandaten den größten Anteil, benötigt für eine Mehrheit jedoch weiterhin die Unterstützung von Koalitionspartnern, meist SPD oder Grüne.

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Der Rat hat Sofortmaßnahmen zur Vermeidung von Überschwemmungsrisiken im Bergischen Löwen genehmigt und Mittel für das Jugendzentrum Quirlsberg bereitgestellt. Die Haushaltsdebatten und langfristigen Pläne für das Q1-Zentrum bleiben jedoch weiterhin ungelöst.

In der nächsten vollständigen Ratssitzung am Dienstag werden die verschobenen Haushalts- und Personalvorschläge behandelt, wobei Koalitionsverhandlungen voraussichtlich die Ergebnisse prägen dürften.

Quelle