Pflegenotstand in NRW: Wie Düsseldorf und Mönchengladbach um Fachkräfte kämpfen
Irena RohtPflegenotstand in NRW: Wie Düsseldorf und Mönchengladbach um Fachkräfte kämpfen
Städte in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit wachsenden Herausforderungen in der Langzeitpflege
Düsseldorf und Mönchengladbach verzeichnen eine hohe Zahl von Einwohnern, die auf Unterstützung angewiesen sind – fast jeder Zehnte ist auf solche Leistungen angewiesen. Fachkräftemangel und steigende Nachfrage zwingen Pflegeeinrichtungen, nach neuen Lösungen zu suchen, darunter die Anwerbung von Personal aus dem Ausland und die Neugestaltung lokaler Hilfsnetzwerke.
In Mönchengladbach bezieht mehr als jeder zehnte Einwohner Leistungen der Langzeitpflege – eine der höchsten Quoten in der Region. Verantwortliche führen diesen Trend auf die Arbeitertradition der Stadt zurück, insbesondere ihre Wurzeln in der Textilindustrie. Helmut Wallrafen vom Sozialamt Mönchengladbach fordert eine Stärkung der quartiersnahen Pflege. Zudem plädiert er für eine bessere Abstimmung zwischen professionellen Kräften und Ehrenamtlichen, um Familien und Dienste zu entlasten.
Das Caritas-Pflegeheim in Mönchengladbach-Holt steht exemplarisch für diese Probleme: Eine lange Warteliste besteht fort, und Personalengpässe sind an der Tagesordnung. Wenn die Kräfte knapp werden, springen mitunter sogar Bewohner selbst ein, um zu helfen. Um dem Mangel entgegenzuwirken, hat das Heim kürzlich zwei neue Pflegekräfte aus den Philippinen eingestellt.
Auch Düsseldorf steht unter ähnlichem Druck. Fast 90 Prozent der Pflegebedürftigen in der Region werden zu Hause versorgt. Doch angesichts eines erwarteten starken Anstiegs der Nachfrage bis 2050 setzen Pflegeheime auf internationale Rekrutierung. Wie Caritas werben viele Einrichtungen aktiv im Ausland um qualifiziertes Personal, um Lücken in ihren Teams zu schließen.
Die Pflegebranche in der Region steht vor zunehmender Belastung: Beide Städte melden hohe Pflegequoten und Personalengpässe. Die Anwerbung aus dem Ausland und Forderungen nach mehr lokaler Unterstützung unterstreichen den dringenden Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Ohne weitere Maßnahmen wird sich die Kluft zwischen Nachfrage und verfügbaren Pflegeplätzen in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich weiter vergrößern.






