Phoenix-Engineering-Mitarbeiter kämpfen um Löhne und Wohnungen nach Insolvenzschock
Wenke KranzPhoenix-Engineering-Mitarbeiter kämpfen um Löhne und Wohnungen nach Insolvenzschock
Mitarbeiter von Phoenix Engineering in existenzieller Not nach monatelangen Lohnausfällen und plötzlichen Räumungen
Nach Monaten ohne Gehaltszahlungen und unerwarteten Kündigungen ihrer Wohnungen stecken Arbeiter der Firma Phoenix Engineering in schweren finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen, das im Rhein-Lahn-Kreis Glasfaserkabel verlegt hatte, hat Insolvenz angemeldet. Viele Beschäftigte schulden inzwischen tausende Euro an ausstehender Miete und suchen nun rechtliche Hilfe, um ihre ausbleibenden Löhne zurückzuerlangen.
Phoenix Engineering war von Our Green Fiber (OGF) beauftragt worden, in der Region Glasfaserleitungen zu verlegen. Doch in den letzten Wochen erhielten Dutzende Mitarbeiter keine Gehälter mehr – jeder von ihnen hat Anspruch auf mehrere tausend Euro. Da auch Vermieter keine Mietzahlungen vom Arbeitgeber erhielten, begannen sie, Angestellte in Koblenz-Güls, Vallendar und anderen Orten aus ihren Wohnungen zu weisen.
Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts auf Betrug innerhalb des Unternehmens. Parallel hat der Insolvenzverwalter eingriffen und durch Insolvenzgeld die Lohnzahlungen an die Beschäftigten bis Oktober 2025 gesichert. Diese Maßnahme soll die akute finanzielle Not lindern, während die juristischen Verfahren weiterlaufen.
Als Gründe für den Zusammenbruch nannte Phoenix Engineering steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen. Zudem blieb das Unternehmen Zahlungen an Subunternehmer und Lieferanten schuldig – ein Vorwurf, den auch OGF bestätigt. Ohne Lohn oder Wohnunterstützung wenden sich die betroffenen Arbeiter nun an örtliche Vertreter der Linkspartei, um rechtlichen Beistand zu erhalten, statt sich auf Sozialhilfe zu verlassen.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird sich zeigen, ob die Mitarbeiter ihre ausstehenden Löhne und Mietrückstände zurückerhalten. Die aktuellen Schritte des Verwalters bringen zwar vorläufige Entlastung, doch viele blicken einer ungewissen Zukunft entgegen. Die Ermittlungen zu den finanziellen Machenschaften des Unternehmens laufen derweil weiter.






