17 June 2026, 22:30

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 spürbar ein – Baden-Württemberg hält sich besser als NRW

Gemischte Halbjahresergebnisse in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 spürbar ein – Baden-Württemberg hält sich besser als NRW

Wachstum der Photovoltaik-Kapazität in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 verlangsamt

Im ersten Halbjahr 2025 hat sich das Wachstum der Photovoltaik-Kapazität in Deutschland abgeschwächt. Der bundesweite Zubau belief sich auf 7.347 Megawatt – ein Rückgang um 11,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zeigten dabei gegenläufige Trends bei der Solarenergie-Expansion.

Laut Angaben der Bundesnetzagentur stieg die installierte Leistung bundesweit zwischen Januar und Juni 2025 um 7.347 Megawatt. Dies entspricht einem Rückgang um 11,5 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2024, als rund 7.550 Megawatt hinzukamen. Bis Ende 2024 hatte der Zubau insgesamt etwa 8.300 Megawatt erreicht.

In Baden-Württemberg verzeichnete das Landesnetz im ersten Halbjahr 2025 einen Anstieg um 988 Megawatt – ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2024. Die Landesvereinigung Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) ermittle später jedoch 1.039 Megawatt für denselben Zeitraum, was 51 Megawatt über der lokalen Netzangabe lag. Insgesamt betrug der Rückgang im Land 9,5 Prozent und fiel damit etwas moderater aus als im Bundesschnitt.

Spitzenreiter beim Ausbau war der Landkreis Biberach mit 127 Megawatt, vor allem dank einer 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen. Auch die zweit- und drittstärksten Zuwächse in Baden-Württemberg gingen maßgeblich auf Freiflächenprojekte zurück.

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Nordrhein-Westfalen verzeichnete dagegen einen deutlicher ausgeprägten Rückgang. Die LEE NRW dokumentierte einen Kapazitätszuwachs von 940 Megawatt im ersten Halbjahr 2025 – ein Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ausbaugeschwindigkeit lag damit fast nur halb so hoch wie der Bundesdurchschnitt.

Während der Rückgang in Baden-Württemberg weniger stark ausfiel als zunächst befürchtet – der Gesamtverlust lag bei etwa 10 Prozent –, erlebte Nordrhein-Westfalen eine spürbar stärkere Verlangsamung seiner Ausbauquote. Einige Landkreise wie Biberach konnten jedoch beachtliche Steigerungen verzeichnen.

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