Plötzliche Entspannung: MFA-Mangel in Deutschland fast verschwunden
Der extreme Mangel an Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Deutschland hat sich in den letzten Monaten deutlich entspannt. Aktuelle Daten zeigen, dass die Zahl der offenen Stellen im dritten Quartal 2025 um 88 Prozent zurückgegangen ist. Dies folgt auf eine Phase, in der unbesetzte MFA-Positionen weit stärker stiegen als in der Pflege oder in Therapieberufen.
Die Krise erreichte 2024 ihren Höhepunkt mit über 58.000 unbesetzten MFA-Stellen – ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Pflege gab es rund 50.000 offene Stellen (plus 15 Prozent), während Therapieberufe ein langsameres Wachstum von 10 bis 12 Prozent verzeichneten. Als Gründe für den Anstieg nannte die Bundesagentur für Arbeit die alternde Bevölkerung, Renteneintritte und zu geringe Ausbildungszahlen.
Noch im Juni 2025 blieb die Lage angespannt. Doch bis zum dritten Quartal sank die Zahl der offenen MFA-Stellen auf nur noch 206. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft analysierte diese Entwicklung. Die Ergebnisse wurden am Montag in der "Rheinischen Post" veröffentlicht.
Der drastische Rückgang der offenen Stellen deutet auf einen raschen Wandel am Arbeitsmarkt hin. Zwar sind die genauen Ursachen noch unklar, doch die Entwicklung markiert eine deutliche Trendwende gegenüber den Vorjahren. Die KOFA-Studie liefert eine detaillierte Momentaufnahme der veränderten Personalsituation im Gesundheitssektor.






