Polizei deckt Betrugsring mit gefälschten Pässen und Sprachzertifikaten auf
Nikolaus SchleichPolizei deckt Betrugsring mit gefälschten Pässen und Sprachzertifikaten auf
Die Kölner Polizei hat drei Männer im Alter von 54, 36 und 40 Jahren unter dem Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in einer örtlichen Sprachschule, wo Beamte ein System mit gefälschten Pässen und deutschen Personalausweisen aufdeckten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe Sprachprüfungen nutzte, um Zertifikate unter falscher Identität zu erlangen.
Die Verdächtigen sollen demnach Deutschprüfungen unter den Namen aus gefälschten Pässen abgelegt haben. Die Dokumente stammten ursprünglich aus Guinea, Ghana und Togo, während die Männer gleichzeitig deutsche Ausweispapiere besaßen. Die Ermittlungen werden von der Kriminalkommissariat 35 (KK 35) geleitet.
Bei einer separaten Razzia in Hamburg wurde ein 34-jähriger Mann ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorläufig festgenommen. Drei weitere Männer – 44, 36 und 38 Jahre alt – stehen unter Verdacht, nachdem ihre persönlichen Daten in den gefälschten Pässen auftauchten.
Die Aktion deutet auf ein größeres Netzwerk hin, an dem mehrere Personen beteiligt sind, die sich gefälschte Sprachzertifikate besorgten. Die Polizei prüft weiterhin mögliche Verbindungen zwischen den Festgenommenen und den in den gefälschten Dokumenten genannten Personen.
Die Festnahmen unterstreichen die laufenden Ermittlungen zu Prüfungsbetrug und Identitätsdiebstahl. Die Behörden werten Beweismaterial aus, um das volle Ausmaß des Systems zu klären. Mit der Ausweitung der Untersuchungen könnten weitere Anklagen folgen.






