Rechtsextreme Weihnachtsdemo in Münster fällt aus – Gegenproteste triumphieren
Nikolaus SchleichRechtsextreme Weihnachtsdemo in Münster fällt aus – Gegenproteste triumphieren
Rechtsextreme Weihnachtsdemo in Münster abgesagt – Gegenproteste feiern Erfolg
Eine für Heiligabend geplante Demonstration rechtsextremer Kreise in Münster ist abgesagt worden. Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit den anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen um das Grab des Neonazis Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt in Dortmund. Gegenprotestierende begrüßten den Rückzug und führen ihn maßgeblich auf ihren Widerstand zurück.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster war in diesem Jahr wiederholt Schauplatz von Protesten. Rechtsextremisten und Neonazis aus Dortmund versammelten sich dort 2023 gleich drei Mal. Im Mittelpunkt ihrer Kundgebungen stand der Streit um Borchardts Grab, das die Stadt Dortmund nicht in eine anonyme Bestattungsstätte umwandeln will, um zu verhindern, dass es zu einer Pilgerstätte wird.
Die für Heiligabend geplante Versammlung wurde abgesagt, nachdem die Organisatoren ihre Anmeldung zurückzogen. Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“, führte den Rückzug auf den Druck der Gegenproteste zurück. Trotz der Absage bleibt die eigene Demonstration des Bündnisses offiziell angemeldet.
Der Rechtsstreit vor dem OVG Münster zieht weiterhin sowohl extremistische Gruppen als auch antifaschistische Aktivist:innen in seinen Bann. Die Haltung der Stadt Dortmund zu Borchardts Grab hält die Spannungen aufrecht – beide Seiten mobilisieren bei Gerichtsterminen ihre Anhänger:innen.
Die Absage der rechtsextremen Demonstration markiert eine vorläufige Wende in dem anhaltenden Konflikt. Das Gegenprotest-Bündnis wertet den Schritt als Erfolg, während die juristischen Auseinandersetzungen um Borchardts Grab weitergehen. Münster bleibt damit ein Brennpunkt der Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremen und ihren Gegner:innen.






