Reifenpanne bei Dortmund eskaliert: Drei Autos verunglücken nach falscher Warndreieck-Position
Sven BinnerReifenpanne bei Dortmund eskaliert: Drei Autos verunglücken nach falscher Warndreieck-Position
Reifenpanne bei Dortmund führt nachts zu schwerem Unfall mit drei Fahrzeugen
Eine scheinbar harmlose Reifenpanne auf einer Autobahn in der Nähe von Dortmund entwickelte sich in der späten Nacht zu einem schweren Verkehrsunfall. Drei Fahrzeuge waren beteiligt, die Behörden ermitteln nun gegen einen 56-jährigen Fahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die falsche Positionierung eines Warndreiecks.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als der 56-Jährige aus Dortmund nach einem Platten sein Fahrzeug auf dem Standstreifen abstellte. Statt Hilfe zu rufen oder einen sicheren Ort aufzusuchen, versuchte er im Dunkeln, das Rad zu wechseln. Zwei Mitfahrer blieben währenddessen im Auto.
Der Mann hatte zwar ein Warndreieck aufgestellt – allerdings nur wenige Meter hinter seinem Fahrzeug. Zudem waren die reflektierenden Streifen teilweise mit Reparaturband überklebt, sodass es für herannahende Fahrzeuge kaum sichtbar war. Ein 18-jähriger Fahrer aus Bocholt, der mit einem Audi A3 unterwegs war, erkannte die Gefahr zu spät. Sein Wagen prallte auf den stehenden Audi A6 einer 32-Jährigen aus Lippetal, der ebenfalls auf dem Standstreifen geparkt war. Durch den Aufprall wurde der A6 gegen die Mittelleitplanke geschleudert und blieb schließlich auf der linken Fahrspur liegen.
Die Polizei bestätigte später, dass der Standstreifen kein sicherer Ort für Reparaturen ist. Autofahrer werden in solchen Fällen dazu angehalten, den Motor laufen zu lassen, das Fahrzeug nicht unnötig zu verlassen und möglichst die nächste Notrufstelle oder einen Parkplatz aufzusuchen, bevor sie selbst Hand anlegen. Dem 56-Jährigen droht nun ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, da er diese Sicherheitsvorkehrungen missachtet hatte.
Der Unfall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken falscher Verhaltenweisen bei Pannen auf Schnellstraßen. Die Behörden wiesen erneut darauf hin, dass Warndreiecke in einwandfreiem Zustand mindestens 100 Meter hinter dem liegengebliebenen Fahrzeug aufgestellt werden müssen. Die Ermittlungen gegen den Fahrer laufen noch.






