Schalke 04 steckt in der tiefsten Krise: Sieglos, Streit im Team und Fan-Proteste
Wenke KranzSchalke 04 steckt in der tiefsten Krise: Sieglos, Streit im Team und Fan-Proteste
FC Schalke 04 befindet sich in einer wachsenden Krise nach fünf Spielen ohne Sieg in der 2. Bundesliga. Die jüngste Enttäuschung – ein 2:2 gegen Dynamo Dresden im Februar 2026 – hat die Frustration vertieft. Abwehrfehler und schwache Standardsituationen gelten als Hauptgründe für die Leistungsprobleme des Teams. Nun verschärfen ein hitziger Streit im Trainerstab und Konflikte um die Spielerauswahl die Turbulenzen.
Die Spannungen begannen nach einer Trainingseinheit für Ersatzspieler, bei der Cheftrainer Miron Muslic laut Berichten mit U19-Trainer Norbert Elgert aneinandergeriet. Elgert kritisierte die Entscheidung, sich auf das Ersatzspieltraining zu konzentrieren, statt den 18-jährigen Mika Wallentowitz für die 2. Bundesliga aufzustellen. Der junge Spieler war im vorherigen Spiel gegen Dresden nicht zum Einsatz gekommen – obwohl Schalke mit 2:0 geführt hatte, bevor zwei spätes Gegentore den Sieg kosteten.
Der Streit mündete in ein Folgegespräch zwischen Elgert und Sportdirektor Frank Baumann, an dem Muslic jedoch nicht teilnahm.
Abseits des Platzes sorgt ein weiterer Konflikt für Aufsehen: Ein Bündnis ehemaliger Vereinsfunktionäre und Sponsoren fordert rechtliche Schritte gegen die Schalke-Ultras. Die Gruppe wirft Fangruppen vor, beleidigende Transparente gegen den früheren Präsidenten Clemens Tönnies gezeigt zu haben. Der Verein betonte zwar seine Unterstützung für Meinungsfreiheit und offenen Dialog, rief aber gleichzeitig zu Einheit und respektvollem Verhalten auf.
Mit der anhaltenden Sieglosigkeit, defensiven Patzern und internen Querelen gerät Schalke immer stärker unter Druck. Wie der Klub die sportlichen und außer-sportlichen Probleme löst, könnte über die Chancen im Titelrennen der 2. Bundesliga entscheiden.
Ein weiterer Rückschlag für Schalke: Trainer gibt Defensive die Schuld
Die Serie ohne Sieg in der 2. Bundesliga für den FC Schalke 04 hat sich auf sechs Spiele verlängert, nachdem es am Freitagabend zu einem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Greuther Fürth kam. Trainer Miron Muslic kritisierte seine Mannschaft scharf für ihre defensiven Fehler:
- "Wir können nicht aggressiver, mutiger oder spritziger sein", sagte er und machte eine verpasste Standardsituationsstrategie für das erste Gegentor verantwortlich.
- Das Unentschieden sicherte dem S04 die Tabellenführung, aber es wurden weiterhin taktische Schwächen offengelegt, die bereits im Spiel gegen Dynamo Dresden aufgetreten waren.
- Muslic betonte, dass die Mannschaft an ihrer Struktur und ihren Prinzipien festhalten müsse, um Fehler zu vermeiden.