Schiedsrichter-Pannen überschatten Bayern-Leverkusen-Krimi mit 1:1 und zwei Fehlentscheidungen
Irena Roht"Kein Sperling": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Díaz - Schiedsrichter-Pannen überschatten Bayern-Leverkusen-Krimi mit 1:1 und zwei Fehlentscheidungen
FC Bayern München und Bayer Leverkusen beide enttäuscht nach 1-1-Remis mit umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen
Sowohl der FC Bayern München als auch Bayer Leverkusen zeigten sich frustriert nach einem 1-1-Unentschieden, das von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen überschattet wurde. Die Partie war geprägt von zwei aberkannten Toren, einer umstrittenen Roten Karte und öffentlicher Kritik von Spielern und Trainern. Die Verwirrung reichte über das Spielfeld hinaus – später gaben die Offiziellen sogar einen entscheidenden Fehler in einer der prägenden Szenen des Spiels zu.
Die Probleme begannen früh, als Bayerns Nicolas Jackson in der 42. Minute direkt die Rote Karte sah. Anders als bei späteren Vorfällen akzeptierte der FC Bayern diese Entscheidung ohne Widerspruch. Doch die eigentliche Kontroverse entbrannte in der 84. Minute, als Leverkusens Luis Díaz mit der zweiten Gelben Karte des Platzes verwiesen wurde. Weder Díaz noch die Leverkusener Bank verstanden die Entscheidung – Trainer Vincent Kompany stellte die Urteilsfähigkeit des Schiedsrichters öffentlich infrage.
Nach dem Spiel räumte Schiedsrichter Christian Dingert ein, dass die zweite Gelbe für Díaz ein Fehler gewesen sei. Leverkusens Jonathan Tah trug zur Verwirrung bei, indem er betonte, Díaz sei nach dem Zweikampf sofort wieder aufgestanden – ein Zeichen, dass kein Foulspiel vorlag. Die Frustration wuchs, da Leverkusen zudem zwei Tore aberkannt wurden, eines davon wegen Handspiels, nachdem der Ball Tahs Arm getroffen hatte.
Auch Bayerns Torhüter Sven Ulreich übt Kritik und geißelte die Rolle des VAR bei der Aberkennung eines Treffers von Harry Kane. Kompany, der Díaz' Platzverweis ohnehin nicht nachvollziehen konnte, sah sich nun mit zwei verlorenen Toren konfrontiert – statt eines möglichen Sieges blieb seiner Mannschaft nur ein Punkt.
Der Vorfall entfacht erneut die Debatte über zweite Gelbe Karten in UEFA-Wettbewerben. Zwar wurden neue VAR-Überprüfungen für solche Fälle eingeführt, doch im Gegensatz zu früheren Vorfällen, in denen Spieler wie Sergio Ramos für vorsätzliche Provokationen Nachsperren erhielten, sind für Díaz vorerst keine Konsequenzen zu erwarten.
Das Remis hinterlässt bei beiden Teams ungelöste Vorwürfe gegen die Spielführung. Leverkusens aberkannte Tore und Díaz' fälschlicher Platzverweis überschatten das Ergebnis, während Bayerns Akzeptanz von Jacksons Roter Karte im Kontrast zu ihrer Verärgerung über den VAR-Eingriff steht. Die bestehenden UEFA-Regeln zu Überprüfungen zweiter Gelber Karten bieten kaum Klarheit für künftige, ähnliche Streitfälle.