Siegen plant riesiges Gewerbegebiet Martinshardt II für nachhaltiges Wachstum bis 2028
Irena RohtSiegen plant riesiges Gewerbegebiet Martinshardt II für nachhaltiges Wachstum bis 2028
Siegen treibt die Pläne für ein neues Gewerbegebiet mit dem Namen Martinshardt II voran. Das Areal entsteht in der Nähe des bestehenden Martinshardt I im Leimbachtal und soll die hohe Nachfrage nach Industrieflächen decken. Stadtvertreter bezeichnen das Projekt als zentralen Baustein ihrer langfristigen Strategie für wirtschaftliches Wachstum.
Der Vorschlag für Martinshardt II wird dem Stadtrat am 25. September 2025 vorgelegt, die abschließende Beratung ist für den 8. Oktober 2025 angesetzt. Bei einer Zustimmung rechnet die Stadt damit, bis 2026 die Baugenehmigungen zu erhalten. Es folgt eine zweijährige Phase, in der Straßen, Versorgungsleitungen und weitere Infrastruktur errichtet werden.
Das neue Gewerbegebiet wird eine Fläche umfassen, die in etwa der kombinierten Größe von Martinshardt I und Oberes Leimbachtal entspricht. Um das hügelige Gelände optimal zu nutzen, entstehen neun Plattformen unterschiedlicher Größe, die mit bewehrter Erde gestützte Hänge erhalten. Diese Bauweise maximiert die nutzbare Fläche und fügt sich gleichzeitig harmonisch in die Landschaft ein.
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Projekts. Geplant sind klimafreundliche Energiesysteme und eine ressourcenschonende Bauweise. Ziel ist es, ein Gewerbegebiet zu schaffen, das die Umweltbelastung minimiert und gleichzeitig lokale Unternehmen unterstützt.
Nach Fertigstellung wird Martinshardt II an den Erfolg der benachbarten Gebiete anknüpfen. Die bestehenden Gewerbegebiete Martinshardt I und Oberes Leimbachtal beherbergen derzeit rund 30 Unternehmen mit etwa 1.100 Beschäftigten. Mit den Bauarbeiten für das erste Unternehmen auf dem neuen Gelände könnte bereits 2028 begonnen werden.
Die Stadt räumt jedoch ein, dass noch Herausforderungen bevorstehen. Die Erteilung der Baugenehmigungen und der Ausbau der notwendigen Infrastruktur erfordern in den kommenden Jahren eine sorgfältige Abstimmung.
Das Projekt ist Siegens jüngster Schritt, um die industriellen Kapazitäten auf nachhaltige Weise auszubauen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird Martinshardt II dringend benötigten Raum für Unternehmen bieten und gleichzeitig das Engagement der Stadt für eine klimafreundliche Entwicklung unterstreichen. Die ersten Mieter könnten noch vor Ende des Jahrzehnts ihren Betrieb aufnehmen.






